Wunder gibt es immer wieder ….
Mein Mann bloggt
und hat sogar noch Spaß dabei.
Geht doch, oder?
Ich wünsche dir viele schöne Begegnungen während deiner computerfreien Zeit.
Christa
Oh, ich werde vergesslich. Zum Beitrag geht es hier: Klick!
Rückblick und Ausblick – Blogparade
Vielleicht haben Sie dieses Jahr ähnlich gefühlt wie ich. Die Zeit vergeht viel schneller als früher. Trotz meines guten Vorsatzes zu Beginn des Jahres, mich treiben zu lassen, waren viele meiner Tage ausgelastet und verplant. Kaum war meine Reise in den Oman gekommen, war sie auch schon wieder vorbei. Die Zeit verging wie im Flug.
Die Adventszeit hatte für mich in diesem Jahr ein ganz besonderes Flair. Ich freue mich auf Weihnachten wie schon lange nicht mehr. Ich weiß aber auch, dass dieses weihnachtliche Gefühl ganz schnell wieder weg sein kann. Ja, und genau an dieser Stelle setzt das Lukasevangelium an, welches die Kirche seit dem zweiten Jahrhundert kennt. Diese Schrift wird Lukas zugeschrieben, über den die Paulusbriefe berichten: Er war Arzt. Psychologe? Auf jeden Fall wusste er damals schon, dass Schönes und Wichtiges verloren geht und ohne Wirkung bleibt, wenn man sich nicht bewusst Zeit für diese Dinge nimmt. Er schlägt vor sich mit dem, was einem umtreibt und herausfordert, in Ruhe auseinanderzusetzen und sich hin und wieder eine „kreative Auszeit” zu gönnen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, es ist eine große Bereicherung, die Worte des Evangelisten zu beherzigen und sich regelmäßig Zeiten für Rück- und Ausblicke zu nehmen
Apropos Rück- und Ausblicke:
Rechtzeitig zum Jahresende und zu meinem 5-jährigen Blogjubiläum ruft Robert Basic zu einer Blogparade mit Rück- 2011 und Ausblick 2012 auf. Bevor ich jedoch Roberts Fragen beantworte werfe ich einen nostalgischen Blick in das Jahr 2007. Gleich zu Beginn meines Bloggerlebens stieß ich auf einen Beitrag von Robert mit dem Titel: „Wie wird das eigene Blog bekannt?“. Den Beitrag hatte ich damals geradezu verschlungen, ausgedruckt, mehrmals gelesen und mit der Zeit das, was ich verstanden hatte, umgesetzt. Das Schönste jedoch war, dass ich mir nach der Studie endlich über meine Identität im Klaren war. „Wer bin ich?” Wenn’s denn interessiert: Kommentar Nr. 127
Wie war also mein Blogjahr 2011? Los geht’s
Statistik
Traurig aber wahr, die Zahl der Blogbeiträge nahm in den fünf Jahren kontinuierlich ab. Ebenso die Anzahl der Kommentare. Brachte ich es in 2007 auf stolze 343 Beitrage schafften es 2011 nur noch 153 Beiträge in’s Blog.
Die „echten” Besucher haben sich im Schnitt bei 60 pro Tag eingependelt. Die meisten meiner LeserInnen kenne ich persönlich. Allerdings unterliegen die Zahlen großen Schwankungen, je nachdem worüber und wie regelmäßig ich schreibe.
Die am meisten besuchte Seite war nach wie vor die Seite „über mich“. Schrieb ich über Glaube und Kirche, so stiegen die Besucherzahlen rapide an. Auch Beiträge über „Social Media” ließen meine Besucherzahlen rasant in die Höhe schnellen. Kommentare bescherten mir ebenfalls einen lebhaften „Traffic”. Herzlichen Dank an alle, die kommentiert haben.
Reiselustige unter sich
Ende 2010 war ich blogmüde. So kam mir das Angebot von Hans, meinem „Reiseleiter“, wie gerufen. Am 14. Februar stachen wir auf „ver-rueckt.net” mit der AIDAluna in See und liefen Anfang März wieder wohlbehalten im Hamburger Hafen ein. Es hat Spaß gemacht die Reise in 29 „Häppchen” zu veröffentlichen, passende Überschriften zu wählen, stimmige Bilder auszusuchen und die Geschichte via „facebook” unter die Leute zu bringen.
Unserer Sardinenreise im September widmete ich drei Beiträge. Diese waren als Dankeschön für unsere Reiseberaterin vor Ort, Heike Anders-Dahms, gedacht. „Erwartungen übererfüllen” ist ein Baustein des „WOM-Marketings”. An einem praktischen Beispiel zeigt Heike, wie diese Disziplin des WOM-Marketings in Sandhofen gelebt wird. Ein Beitrag, der leicht in die Tastatur ging und den ich richtig gerne schrieb.
Und wo bitteschön bleibt der Bericht der Studienreise in den Oman? Oh, Sie sind nicht die einzigen, die mich danach fragen. Die Omanreise war für mich etwas ganz Besonderes. Ein Wunsch, den ich schon so viele Jahre hegte, ging in diesem Frühjahr endlich in Erfüllung. Ich bin noch nicht so weit, dieses Erlebnis mitteilen zu können.
Reales und Digitales
Die „Social-Media-Landschaft” ist groß, ebenso die Angebote an Weiterbildungen. Auch in diesem Jahr haben mein Mann und ich mehrere Veranstaltungen der IHK zu diesem Thema besucht. Die Veranstaltung im „Haus der Wirtschaft” in Mosbach war so interessant und informativ, dass ich ihr 6 Beiträge widmete. Dies blieb nicht ohne Folgen. Meine LeserInnen wurden auf mich aufmerksam und so durfte ich im Sommer mein Wissen bei zwei Veranstaltungen an den Mann bringen. Eine dritte ist für nächstes Jahr geplant. Damit hier aber keine Missverständnisse entstehen. Ich bin bei Gott keine Fachfrau auf diesem Gebiet, aber „unter den Blinden ist der Einäugige nun mal König.”
Gespannt verfolgte ich im November die IHK-Veranstaltung „Regionales Internetmarketing” in Mannheim. Einen Beitrag wollte ich eigentlich geschrieben haben. Wäre da nicht die mühsame Schreibarbeit.
Im Februar fieberte ich dem ersten Twittwoch in Mannheim entgegen. Ich war neugierig die Gründer der „Social-Media-Akademie” und deren Dozenten, die ich bisher nur “virtuell” von meinem ”Social-Media-Basis-Lehrgang” kannte, persönlich kennen zu lernen.
Das Angebot der IHK zum kostenlosen Webchecktag nahmen wir gerne an. Wir ließen zwei Seiten prüfen, unsere eigene, die nach meinem Lehrgang ”relaunched” wurde, und eine unserer Kunden. Mit dem Ergebnis der „PC-Betreuung” waren wir sehr zufrieden – eine Seite auf hohem Niveau. Dieses Lob gebe ich gerne an unseren Webworker, Sascha Lack vom SL Studio weiter. Die Anregungen zur Optimierung haben wir aufgegriffen und sind dabei, diese nach und nach umzusetzen. Mit Blick auf unsere Zielgruppe ging am 16.November, ebenfalls auf Anraten der IHK, Schwemlein’s Blog online. Derzeit ist es dort noch ruhig. Ein Neuanfang gleicht immer einem Zauber und ehrlich gesagt will ich mir diesen noch ein wenig bewahren.
Die Beurteilung für die Seite unseres Kunden? Na, Sie sind aber neugierig!
Für sehr viel Geld schlechte handwerkliche Arbeit – kurz und knapp. Folgende Überlegungen stehen derzeit im Raum: Flicken mit Hilfe eines anderen Dienstleisters oder eine Neugestaltung.
Wieder einmal muss ich Sanjay Sauldie zitieren. „Sie müssen nicht anfangen programmieren oder designen zu lernen. Ihre oberste Pflicht ist es jedoch, sich ein gutes Wissen anzueignen. Mit diesen Grundwissen machen Sie sich auf die Suche nach einem Partner Ihres Vertrauens. Je mehr Sie selbst wissen, umso geringer ist die Gefahr, auf “Blender” hereinzufallen.” Wie wahr.
Schönes
Im Sommer rief mich unsere Kundin Bettina Bernert an, um sich bei mir zu bedanken. Das ZDF sei über „ver-rueckt.net” auf sie aufmerksam geworden. Ihre Geschichte wurde verfilmt und am 31.8.2011 gesendet.
Ach, jetzt fällt mir noch was ein. Habe ich Ihnen eigentlich schon erzählt, dass ich unter die Schriftsteller gegangen bin? Nein? Puh, da fällt mir aber ein Stein vom Herzen. Bin ich also doch nicht so geschwätzig!
Kürzlich erschien nun endlich das Buch von Bernd Röthlingshöfer – Die 100 größten Werbefehler – Einen Werbefehler habe ich beigesteuert. Sollten Sie noch ein Weihnachtsgeschenk benötigen, nur zu.
Eine Schreckensmeldung
Im Juli wurde „ver-rueckt.net” von STRATO gesperrt. Im Content meines gebuchten Paketes befanden sich Dateien, die auf obszöne Drittseiten verlinkten. Bereits vor der Sperrung war mir aufgefallen, dass Links, die in meinen alten Archivtexten ursprünglich auf einen meiner „Zeiträuber” und eine „Zeiträuberin” verwiesen, plötzlich auf ganz andere Seiten linkten. Namen mag ich nicht nennen. Die betreffenden Personen werden es selbst wissen. Während ich dabei war all diese Links manuell zu löschen erinnerte ich mich an die Deutschstunde mit Karl-Heinz, hier auf diesem Blog. „Immer noch der gleiche Mann auf Ihrer Webseite ‚ver-rueckt.net‘”, stand in der Betreffzeile.
Wie wird mein Blogjahr 2012 ausfallen?
Oh je, wenn ich das nur wüsste. Auf jeden Fall soll im nächsten Jahr unser Firmenblog mit Inhalt gefüllt werden. Wer mag, ist herzlich eingeladen den einen oder anderen Gastbeitrag beizusteuern. Von Twitter wird sich die „PC-Betreuung” verabschieden. Ich denke, Twitter ist kein Medium für unser kleines Unternehmen. Inwieweit wir uns auf Facebook engagieren steht derzeit in den Sternen. Geht es nur mir so, oder auch Ihnen, wenn ich meine, dass diese schnelle Form der Kommunikation nicht nur satt macht, sondern mit Kommunikation überhaupt nichts zu tun hat? Wie auch, wenn alle reden und kaum einen Redner das Echo auf seine Rede interessiert. Kritische Einwände werden auch im „Social-Web” ungern gehört.
Ich erinnere an meine Korrespondenz mit der SMA bezüglich meines „Social-Media-Basis-Lehrgangs”. Zuerst unter „vier Augen” per Mail, (vier an der Zahl), dann hier im Blog und später auf Facebook – Funkstille. Watzlawick lässt grüßen. Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass sich viele mit der neuen Art der Kommunikation überfordert fühlen und deshalb einfach abschalten.
Miteinander reden, aufeinander hören und die Bereitschaft, sich gegenseitig ernst zu nehmen, ist nach wie vor die Basis für eine gelingende Kommunikation, online und offline. Mal ehrlich, im Grunde hat sich doch an der „Einwegkommunikation” früherer Tage nicht viel geändert, auch wenn die Webevangelisten es gerne anders sehen würden. Wir alle dürfen gespannt sein, wohin diese Reise gehen wird.
Mein Traum für 2012 wäre ein Social-Media-Engagement meines Arbeitgebers, dem Gasthaus am Fluss. Viel gäbe es in einem Firmenblog zu berichten. Hier könnte ich mir auch Twitter, Facebook und G+ vorstellen. Aber da stoße ich noch immer auf taube Ohren und das, obwohl die Zahlen beweisen, dass ich 2006 den richtigen Weg eingeschlagen hatte, als ich meinen Chef mit einem Internetauftritt überraschte. Derzeit ernten wir die Früchte. Aber wie lange kann man ernten, ohne zu düngen?
Diese Zeilen schreibe ich im Schwarzwald, im schönen Mitteltal. „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen, wie glänzt er …… „ klingt es aus dem Radio. Inzwischen ist es dunkel und es hat zu schneien begonnen. Dicke Schneeflocken tanzen seit Stunden vor meinem Fenster. Ein weißer Schleier bedeckt die Erde und vielleicht auch abschließend das Jahr 2011. Der feine Schnee deckt zu und lässt zur Ruhe kommen, damit in 2012 Neues wachsen kann. Die Natur ist eigentlich ein guter Lehrmeister. Sie geht in sich, um neu anzufangen. Mit den kürzeren Tagen schwinden die Reize. Wir können zurückschauen, betrachten was war und was, im wahrsten Sinne des Wortes, „gelassen” werden kann. Und wenn der Schleier fallen darf, kann der Blick wieder klar werden für das was kommt – Weihnachten! Von Herzen wünsche ich Ihnen frohe und heitere Festtage, eine gute Gesundheit und kommen Sie gut in das neue Jahr.
Abschließendes
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um noch etwas Abschließendes zu sagen. Ich verspreche, Ihre Geduld nicht mehr lange zu strapazieren. Ich blicke zurück auf ein langes Bloggerleben. Es war eine schöne und ausgefüllte Zeit. Ich habe viel gelernt und bekam eine Menge neuer Erkenntnisse. Die Neugier, die Freude am Lernen und meine Begeisterung für das was ich tue, waren meine Triebfedern. Immer war ich mit Freude dabei. Die Anerkennung mit Worten oder durch kleine Präsente, die Ermutigung weiter zu machen, wenn ich einen Durchhänger hatte, aber auch die Kritik haben mir gut getan.
Ich danke Ihnen und ich danke euch.
Christa Schwemlein
Für sie soll’s rote Rosen regnen
Rote Rosen für
Doris Kellers

Liebe Dori, es müssten, sofern ich richtig gezählt habe, genau 57 sein. Es freut mich sehr, dir deinen Wunsch, wenn auch nur virtuell, erfüllen zu können.
Ein schönes Geburtstagsfest wünscht dir von Blog zu Blog
Christa Schwemlein
Vom Umgang mit Kritik
Was tun, wenn uns jemand kritisiert – Kritik abweisen oder einstecken?
Der richtige Umgang mit Kritik bietet Unternehmen die Chance Kunden zu behalten, die aufgrund ihres Ärgers vielleicht zur Konkurrenz abwandern,
wissen die Experten.
Warum ich dieses Thema heute aufgreife? Derzeit arbeite ich an einem großen Blogrückblick – „5 Jahre ver-rueckt.net” – und da stieß ich auf einen Beitrag vom Februar 2008 mit dem Titel „Kleider machen Leute“. Zerknirrscht stellte ich fest, dass ich Ihnen noch einen Beitrag schuldig bin.
Ich weiß nicht mehr aus welchem Anlass ich diesen Beitrag damals online stellte, aber wie das Unternehmen auf meine Beschwerde reagierte daran erninnere ich mich sehr wohl.
Ein Antwortschreiben kam prompt und zwar vom Geschäftsführer persönlich. An ihn hatte ich meinen Beschwerdebrief gerichtet. Er bedauerte den Vorfall, zeigte Verständnis für meinen Ärger und entschuldigte sich für das Verhalten der Mitarbeiterin. Er bedankte sich für die Zeit, die ich mir genommen hatte, ihm meine Eindrücke zu schildern. Das sei wichtig für ihn und das Unternehmen, denn nur, wenn sie von solchen Vorfällen auch erfahren können sie etwas ändern. Er versicherte mir, dass mein „Fall” in die nächste Mitarbeiterschulung aufgenommen werde. Dem Brief lag ein Los der Glückspirale als kleines Dankeschön bei.
Ein schönes Beispiel wie wertvoll Feedback sein kann. Der professionelle Umgang mit Kritik zeigt Schwachstellen im Unternehmen auf und hilft, Defizite zu beheben. So gesehen ist Kritik ein kostenloser Verbesserungsvorschlag und ein kostbarer Baustein im Qualitätsmanagement.
FAZIT
Das Mannheimer Modehaus ist nach wie vor die erste und meistens auch die einzige modische Anlaufstelle für mich und meine Familie.
Christa Schwemlein
Kleingedrucktes:
“Ich liebe Julia Roberts in den Pretty Woman Szenen, in denen sie Klamotten kaufen geht…”, kommentierte damals mein Zeiträuber Ulf . Warum mich dieser Vorfall damals so traf, hat, ähnlich wie im Film mit Julia Roberts, viel mit mir zu tun. Aber das ist eine andere Geschichte.
Weihnachtsplätzchen – Schokobrot
Wissen Sie, was mir an dieser einsamen Schreiberei hier so richtig viel Spaß macht? Es ist das Wissen, dass es Menschen gibt, die hier mitlesen. Wenn dann, wie gestern, auch noch so ein netter Kommentar von Petra kommt, dann freut mich das umso mehr.
Dies sind zwar die gleichen Plätzchen wie meine, aber nicht dieselben, gell Karl-Heinz
Schokobrot

Fotos und Plätzchen:
Petra Wawszczak

Das Rezept des “Hüfgoldes” finden Sie hier: Klick!
Mehr Weihnachtsgebäck:
Schwemlein’s Weihnachtsplätzchen
Noch mehr Kalender :-)))))
Auch an Coca-Cola ein herzliches Dankeschön.

Ich glaub’ zwar nicht an diese Dinge, aber irgendwie scheint doch was dran zu sein, an dem “Gesetz der Anziehung”.
Kaum schreib’ ich, wie Jahreskalender in den letzten Jahren zur Mangelware wurden und wie sehr wir uns im “Gasthaus am Fluss” über den Dreimonatskalender der Firma Schöller freuten, überraschte uns am Tag danach Coca-Cola mit Terminplanern für 2012.
Vielen Dank auch an euch. Die Schreibtischunterlage kam wie gerufen.
Christa Schwemlein
im Namen des Gasthaus-Teams
Noch mehr von Coca-Cola:
Mach mal Pause
Täuschung
Coca-Cola oder ein Stück Psychologie
Zum Advent
„Seid wachsam!” Mit diesen Worten endete das gestrige Evangelium. Jesus mahnt in seiner Endzeitrede zur Wachsamkeit. Keine Sorge, ich werde nicht pastoral.
„Seid wachsam!” Wie oft habe ich gehört, dass die Adventszeit mehr ist als die Vorbereitung auf ein Geburtstagsfest, für das man backt, kocht und Geschenke besorgt. Und dennoch habe ich mich so manches Jahr von dem vorweihnachtlichen Trubel mitreißen lassen. Keiner von uns kann sich den Weihnachtsverpflichtungen entziehen. Manchmal gelingt es Atempausen, Minuten der Besinnung und Phasen des Nachdenkens einzuplanen. Manchmal gelingt es nicht. Dieses Jahr ist es mir gelungen. Die Fenster sind geputzt, die Vorhänge gewaschen, die Plätzchendosen gefüllt, die Geschenke besorgt und Mitte des Monats geht’s zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest wieder in den Schwarzwald.
Ihnen und euch allen wünsche ich eine freudige Adventszeit, Minuten der Besinnung und Phasen des Nachdenkens bis zum Höhepunkt dieser Zeit, dem Weihnachtsfest.
Ihre und eure
Christa Schwemlein
Kalender statt Eis
Werbung, immer nur Werbung! Darum geht es in den sozialen Netzwerken nicht, schreibt Jochen Mai, Autor der Karrierebibel. Es gibt viele Dinge, über die Unternehmen berichten können. Es muss nicht immer das Produkt sein, über das geschrieben wird, fährt er fort. Nachdem ich die Lektüre “Blog-Ideen für Unternehmen” studiert hatte, kam mir die Idee, den Eislieferanten meines Arbeitgebers, die Firma NESTLÉ Schöller, zur Demonstration dieser These zu missbrauchen.
So schreibe ich nicht über das leckere Eis, mit welchem wir im Gasthaus am Fluss seit Jahren unsere Gäste verwöhnen, sondern ganz bürokratisch über Kalender. Richtig: Kalender. Die Zeiten, wo man sich am Jahresende vor Terminplanern kaum retten konnte, gehören längst der Vergangenheit an. Die Freude war groß, als es heute Morgen an meiner Bürotür klopfte und der Mitarbeiter der Firma Schöller die „Büromädels” mit Kalendern für 2012 überraschte.
Wenn es um die Terminplanung an meinem Arbeitsplatz geht sind die Schöller Kalender einfach nicht mehr wegzudenken. Ohne euch wäre schon so manches Jahr im Gasthaus die Zeit stehen geblieben. Danke!
Christa Schwemlein und Sabine Beier, die Büromädels vom
Gasthaus-Team
Schwemlein’s Blog geht online!
Mit dem Gedanken für unsere kleine PC-Betreuung ein Blog zu starten gehe ich schon lange schwanger. Den letzten Antoß und die Ermutigung hierzu bekam ich im Sommer während des ”Webchecktages” bei der IHK Rhein-Neckar.
Internetaffine Mitleserinnen und Mitleser werden sich vielleicht fragen, wieso ein altbackenes Blog, wo es doch heutzutage soziale Netzewerke gibt. Nun, sowohl für meinen Mann als auch für mich stehen Menschen und vertrauensvolle Beziehungen im Vordergrund. Zu unseren Kunden pflegen wir ein freundschaftliches Verhältnis. Daher haben wir uns gedacht, dass es schön wäre, den Dialog mit unseren Kunden auch im Netz zu pflegen. Für das konservative Blog haben wir uns entschieden, weil es etwas Verbindlicheres und Gültigeres hat, als es die Oberflächlichkeit der begrenzten Zeichensprache von Facebook und Twitter es zuläßt.
Um was es bei dem “PC-Treff um die Ecke” letztendlich gehen wird weiß ich ehrlich gesagt noch gar nicht so genau. Ich bin mir jedoch sicher, dass auch dieses Blog sich mit der Zeit entwickeln wird. Zugegeben, die virtuellen Neuheiten sind mir immer noch fremd und werden es vermutlich auch immer bleiben. ABER, ich lehne sie nicht ab. Schließlich habe ich ja auch mal bloggen gelernt. Nicht wahr?
Es wird allerdings noch ein bisschen dauern bis es auf “Schwemlein’s Blog” regelmäßig etwas zu lesen gibt. Derzeit mache ich mich mit der neuen WordPress Version vertraut, erstelle einen Blogplan und nerve meinen Webworker Sacha Lack wegen des Design’s, das noch nicht ganz meinen Vorstellungen entspricht.
Bis dahin, Ihre
Christa Schwemlein
E-Learning – noch mehr Erfahrungen
„Die Kommunikation war ausschließlich auf den geschriebenen Text reduziert. Dies führte auf der Gefühlsebene schnell dazu die Fassung zu verlieren.“ Mit diesen Worten beendete ich am 23. August den zweiten Beitrag aus der Reihe „E-learning“.
Die heutigen Zeilen widme ich dem “sozialen Miteinander”. An dieser Stelle weise ich wieder ausdrücklich auf die subjektive Färbung meiner Ausführungen hin. Andere Teilnehmer haben es anders erlebt.
Meine Stammleserinnen und -leser erinnern sich. Nach einer heftigen Emotions-Eskalation verließ ich im Sommer 2010 meine „Lerncommunity“. Was genau vorgefallen war kann ich heute gar nicht mehr genau wiedergeben. Auf jeden Fall war es so, dass wir ewig nicht vorwärts kamen. Wir hielten uns mit Dingen auf, die in meinen Augen in diesem Kurs nicht so einen großen Raum hätten einnehmen dürfen wie z.B. die Logogestaltung. Ob der Pirat nun grimmig oder freundlich schaut, Mütze oder Tuch trägt, die Augenklappe rot oder schwarz ist, ehrlich gesagt war mir dies schnurzegal. Ich hatte mir von dem Lehrgang viel erhofft und sah die Zeit davon laufen.
Nachdem ich wegen meiner angeblich so vielen Fragen öffentlich bloß gestellt wurde, habe ich die Community verlassen. Die ganze Kommunikation erinnerte mich an meine Mobbingaffäre vor Jahren, die zum Zweck hatte mich auszuschalten und mundtot zu machen. Und das wollte ich nicht noch einmal durchleben. Es gab viele Parallelen. Genau wie damals traf ich auf einen jungen Agnostiker, die verzerrte Kommunikation und die ständigen Anspielungen auf’s Abnehmen. Meine Fragen wurden nicht, vage oder falsch beantwortet. Einige Beispiele:
Kritik
- In den Rheinterrassen arbeiteten wir während dieser Zeit an einem neuen Internetauftritt. Mein neu erworbenes Wissen sollte in den Auftritt eingearbeitet werden. Selbstverständlich diskutierten wir auch über das „Für und Wider“ von Social Media. Im Lehrgang stellte ich die Frage nach Twitter und ob es sinnvoll für uns sei, diese Plattform zu nutzen.
„Bei 1000 Tweets täglich, ja“, kurz und knapp die Antwort des Co-Moderators. Da stand ich mit meinem Latein. Woher 1000 Tweets täglich nehmen? Weder der Gruppenmoderator noch die Kursleitung schalteten sich in diese Diskussion ein. Einzig eine Teilnehmerin stellte die Antwort in Frage. An dieser Stelle: „Danke Frau Herzog, für die soziale Unterstützung!“ - Ein anderes Mal wollte ich wissen, ob die Links auf Facebook nicht auch für den Linkaufbau nützlich seien. „Ich würde sagen, ja“, meinte eine Kommilitonin. Weiß sie’s oder weiß sie’s nicht? Schließlich war auch sie, genau wie ich, eine Lernende. Von den Verantwortlichen kam nichts. Ein Jahr später bekam ich bei einer IHK-Veranstaltung in Mosbach eine zufriedenstellende Antwort.
- Wie sieht es mit unserem Gruppenlogo in der KMU-Gruppe aus? Spricht rechtlich etwas dagegen, dieses zu verwenden? Die Moderatorin wollte dies im nächsten Meeting klären und uns dann Bescheid geben. Auf den Bescheid warte ich noch heute.
Der Umgang mit Kritik
Nach jedem Themenblock war ein Feedbackbogen auszufüllen. Diese Gelegenheit habe ich genutzt, um neben den positiven Dingen, die der Kurs selbstverständlich auch zu bieten hatte, meinen Unmut mitzuteilen. Umarmen Sie Ihre Kritiker, empfehlen die Experten. Eine Umarmung habe ich nicht erwartet, eine Stellungnahme schon.
Am Ende des Lehrgangs wurden wir in der Facebookgruppe zu einer abschließenden Bewertung aufgefordert. Nachdem sich lange niemand zu Wort gemeldet hatte machte ich mit einer sachlichen Kritik den Anfang. Es sei sehr schade, dass ich mich erst jetzt am Ende des Lehrgangs melde, wo doch nun nichts mehr zu ändern sei. Ich war sprachlos. Wo waren meine Feedbackbögen eingegegangen?
Ich kochte vor Wut und schrieb diesmal öffentlich: „Das Feedback kam. Sollte dies ein Beispiel für Krisenkommunikation gewesen sein, so war dies in meinen Augen voll daneben.“ Die Antwort des Kursleiters: „Always look at the brigth side of life”.
Krisenmanagement
Daraufhin folgte eine Lawine positiver Bewertungen, die meinen Beitrag in den Hintergrund drängten. Dies ist übrigens ein schönes Beispiel für Krisenmanagement im Social Web. Hat ein Kritiker nur eine kleine Reichweite, mobilisiert man Freunde, Mitarbeiter, Kunden und Multiplikatoren, um die eigene Position zu stärken.
Exkurs
Die Art und Weise von Mobbing, sowie die angewendeten Methoden können psychischer und physischer Natur sein und haben stets zum Ziel, den Betroffenen auszuschalten und mundtot zu machen. Kurz nachdem ich die Lerncommunity verlassen hatte hing an meiner Facebookpinnwand folgende Meldung: „Es ist gut, wenn einer da ist, der aufpasst, dass kein Depp reinkommt.“
Vertrauen
Gerne würde ich an dieser Stelle auf die entsprechenden Diskussionen verlinken. Leider wurden diese kurz nach Herrn Lacks Kommentar aus dem Netz genommen. Die Beweislast bei Mobbing liegt beim Opfer. Es muss nachweisen können, dass sein Persönlichkeitsrecht und seine Würde verletzt wurden. Ich weiß, ich hätte mir die virtuellen Gespräche kopieren müssen. Ich habe es nicht getan. „Vertrauen Sie uns!“ heißt es auf der Startseite des Veranstalters. Ich hatte den Mut zu vertrauen.
Christa Schwemlein
Weitere Erfahurngsberichte:
E-Learning: 1. Beitrag
E-Learning: 2. Beitrag
Ein Topf voller Miesmuscheln
macht glücklich und satt ….

Wir danken unserem “Mannheimer Morgen” für das leckere Rezept. Bis auf eine kleine Änderung haben wir das Rezept 1:1 übernommen. Statt der 1.200 g Miesmuscheln für vier Personen haben wir 2000g für zwei Personen genommen und auch fast geschafft. Peng…..
Supper Lecker. Der Curry verleiht dem Sud eine ganz besondere Note. Mhmmmm ….
Christa und Walter Schwemlein
Die Gefühle haben Schweigepflicht?
Dem einen geht der Gaul durch, dem anderen platzt der Kragen und wieder einem anderen läuft die Galle über. Unsere Sprache bringt es auf den Punkt. Ärger und Wut sind gewaltige Gefühle, menschliche, aber auch sehr gefährliche. Wer ständig Ärger und Wut in sich hinein frisst wird dick oder krank.
„An Ärger festhalten ist, wie wenn du ein glühendes Stück Kohle festhältst mit der Absicht, es nach jemandem zu werfen – derjenige, der sich dabei verbrennt, bist du selbst“,
zitiert Thinkabout. „Ärger los lassen können, ist die schönste Art, dem Leben mit Charme zu begegnen“, fährt er fort und das will ich in den nächsten Beiträgen gerne tun. Schmutzige Wäsche gehört gewaschen, ja, aber dort, wo sie entstanden ist, und am besten im Beisein eines Mediators, aber ganz gewiss nicht vor Publikum. Dies war und ist noch immer mein Denken. Jenseits der 50 mag ich meine Einstellungen auch gar nicht mehr ändern. Es ist mir wichtig Ihnen dies mitzuteilen.
Freundlich und höflich zu sein, eine gute Kinderstube genossen zu haben hilft aber oftmals nicht weiter. Wir müssen neu anfangen zu denken, habe ich in Mosbach erfahren. Dazu ist es manchmal hilfreich die Dinge beim Namen zu nennen und Position zu beziehen, damit auch andere sich positionieren können.
Eine nicht geklärte Angelegenheit ist wie ein Brand, der nie ganz gelöscht wurde. Der Unmut schwelt und kann beim kleinsten Luftzug wieder ausbrechen. Im Zuge eines Gesprächs können unbedachte Worte jene Stichflamme sein, die das Feuer wieder neu entfachen.
Ärger und Wut sind wie Eiterbeulen. Man muss sie aufstechen, damit der Eiter abfließen kann und dann kann es wieder weitergehen.
In diesem Sinne grrrrrr
Christa Schwemlein
Ach du liebe Zeit!
1,2,3 im Sauseschritt, so eilt die Zeit. Wir eilen mit……
Ach du liebe Zeit! Wie oft haben Sie diesen Spruch schon gehört oder selbst ausgesprochen. Sie schauen auf die Uhr und stellen überrascht fest, dass es schon wieder spät geworden ist. Die Zeit ist unser ständiger Begleiter. Oftmals wird sie zum Diktator, der mehr über uns als wir über ihn bestimmen. Keine Sorge, ich werde Sie nicht mit einem Beitrag über Zeitmanagement langweilen. Dafür habe ich nämlich keine Zeit.
Erzählen mag ich Ihnen eine Geschichte, die mir einfiel, als ich einen Blick auf Menachem’s Kalenderblatt warf.
Der Rabbi sah einen auf der Straße eilen, ohne rechts und links zu schauen:
“Warum rennst du so?” fragte er ihn. -
“Ich gehe meinem Erwerb nach”, antwortete der Mann. -
“Und woher weißt du”, fuhr der Rabbi fort zu fragen, “dein Erwerb laufe vor dir her, dass du ihm nachjagen musst? Vielleicht ist er dir im Rücken und du brauchst nur innezuhalten, um ihm zu begegnen. Du aber fliehst vor ihm.”
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Sonntag mit Zeit zum innehalten.
Ihre
Christa Schwemlein
Social Media im Sauseschritt
- Wie mache ich aus einer Nachricht eine Geschichte?
- Wie kombiniere ich Print und Online?
- Wie wichtig ist Social Media in der heutigen Zeit?
Zu diesen und ähnlichen Fragen stand Yvonne Wodzak, Chefredakteurin bei „Public Marketing“, gestern Abend in Mannheim Rede und Antwort. Nach einem lockeren „Cometogether“ startete pünktlich um 18.15 Uhr der zweite Themenabend im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Marketing-Café“. Nicht nur ich, auch Marion Treu vom Stadtmarketing Mannheim war erstaunt, wie viele Interessierte am Reformationstag der Einladung gefolgt waren. Ein Zeichen dafür, dass immer mehr Menschen sich mit dem Phänomen Social Media befassen.
- Definieren Sie Ihre Ziele!
- Identifizieren Sie Ihre Zielgruppen!
- Wie wollen Sie wahrgenommen werden?
- Erstellen Sie Guidelines!
- Ihre Markenbotschafter sind goldwert! Identifizieren Sie diese!
- Seien Sie in Ihrer Kommunikation sympathisch und authentisch!
- Seien sie offen und ehrlich im Umgang mit Kritik!
- Absolutes „No-Go“: Löschen von berechtigter negativer Kritik!
Im Grunde brachte mir der einstündige Schnelldurchlauf durch die Social Media Welt nichts Neues. Dennoch war es interessant dabei gewesen zu sein. Anhand eines fiktiven Events erklärte uns die Referentin, wie man durch die geschickte Kombination von Print und Online mehr Reichweite erzielen kann. Interessant war auch die anschließende Fragerunde, die in einer Diskussion über die Perspektiven und die Zukunft der klassischen Printmedien endete.
Alles in allem ein gelungener Abend, der in geselliger Runde in „Klenks Weinbar“ seinen Ausklang fand.
Christa Schwemlein
Mobbing – Macht durch Gemeinschaft
Anonym, da sind sie stark, in der anonymen Gemeinschaft noch stärker. Die Möglichkeit im Internet andere fertig zu machen wird auf vielerlei Weise genutzt. Nach einer repräsentativen “Forsa-Umfrage” im Auftrag der Techniker Krankenkasse ist bereits jeder dritte Jugendliche Opfer einer Mobbing Attacke geworden. Die Folgen sind gravierend. Die Opfer klagen über Schlafstörungen, Kopf- und Bauchschmerzen.
Im Einzelfall reagiert jeder Mensch anders auf diese Art der psychischen Belastung. Aus eigener Betroffenheit kann ich sagen: „Die Hilflosigkeit ist groß“. Mobbing ist, für welche Definition man sich auch entscheidet, eine Gewalt der kleinen Treffer. Man sieht sie nicht und dennoch wirken sie zerstörerisch. Jeder Angriff isoliert betrachtet ist eigentlich nicht schlimm. Was letztendlich die Gewalt ausmacht ist die Häufigkeit der winzigen Traumata.
„Die Tatsache, dass ich hier so ahnungslos reingeplatzt bin, brachte mich nicht aus der Fassung. Diese mir zunächst peinliche Lage, mein Gesicht zu verlieren, konnte ich mit Humor recht gut wegstecken. Es waren die vielen kleinen Stiche, die mich letztendlich in die Krise führten“,
schrieb ich einst meinen „Cybermobbern“.
Zu dem Zeitpunkt, als ich die oben genannten Zeilen schrieb, hatte ich noch keine Ahnung in was ich da verwickelt war. Und das, obwohl ich bis dahin schon viele Jahre ehrenamtlich in einer Beratungsstelle arbeitete, ich aufgrund meiner Ausbildung und langjährigen Erfahrung ja hätte wissen müssen, in welche Situation ich manövriert wurde. Das Heimtückische an Mobbing ist, dass man nicht oder erst sehr spät begreift was los ist. Man kann nicht glauben, was sich da abspielt. Eine solch mitleidlose Gewalt ist einfach unvorstellbar.
Meine Gefühlslage ist inzwischen geklärt und ich kann sachlich ansprechen, was mir passiert ist. Wochen- , ach was schreib ich, monatelang habe ich damals gegrübelt, mir den Kopf darüber zerbrochen was ich falsch gemacht habe, den Fehler bei mir gesucht und keinen gefunden. Ich wurde immer stiller und fiel in ein tiefes Loch. Das Schlimmste für mich war, dass ich mit niemanden über meine Geschichte sprechen konnte. Da ich ganz alleine stand, war es zunächst schwierig, mich verständlich zu äußern. Niemand hatte mir geglaubt, manche hielten mich für paranoid. Lange Zeit lebte ich in der Hoffung, dass von meinem „Gegenüber“ ein Entgegenkommen oder eine Erklärung kommt. Ich hätte dringend jemanden gebraucht, der mir soziale Unterstützung gibt, klare Worte mit mir spricht. Da war keiner. Im Schutz der anonymen Gemeinschaft haben sich alle sicher gefühlt.
Die Hilflosigkeit unter allen, denen der Schutz von gemobbten Menschen am Herzen liegt, ist groß. Die Hemmungslosigkeit der „Mobber“ im Schutz der Anonymität noch größer. Was tun? Ein Patentrezept habe ich nicht. Eines weiß ich inzwischen: Zum mobben gehören immer drei:
- Einer der mobbt,
- einer, der sich mobben lässt, und die,
- die nichts dagegen tun.
Also Augen, und wenn nötig auch die Klappe auf. “Internetuser” davon zu überzeugen, dass Anstand und die Achtung der Perönlichkeit des anderen unverzichtbar und anonyme verbale Hiebe nur feige und keineswegs cool sind, wird ein hartes Stück Arbeit werden. Zu lange wurde auf solche grundlegenden Werte kein Wert mehr gelegt.
Christa Schwemlein
Kleingedrucktes:
Da mir dieses Thema sehr am Herzen liegt, komme ich der Bitte meines Blogkollegen Daniel Rhen gerne nach und mache sie mit dem “Netzofanten” bekannt. Der Dickhäuter will Kindern einen sicheren Umgang im Netz beibringen. Die Betreiber dieser Seite werden sicherlich nichts dagegen haben, wenn meine hier mitlesenden ”Best-Agers” ab und zu auch vorbei schauen. Medienkompetenz tut allen gut.
P.S
Passend zum Thema, eine teuflische Geschichte. Viel Vergnügen!
Block trifft Blog – Herbstgedanken
Die Tage nehmen derzeit einen sonderbaren Verlauf. Morgens drehe ich in der Wohnung die Heizung an und in der Mittagspause sitze ich auf der Terrasse meines Arbeitgebers und genieße die letzten Sonnenstrahlen. Ja, die Sonne hat immer noch Kraft, da wo sie scheint. Doch der Sommer ist weiter gezogen. Er ist nicht vorbei. Er ist nur woanders, weiter südlich. Ein beruhigender Gedanke, wie ich finde: Was nicht da ist, ist nicht aus der Welt.
Es ist Herbst geworden. Die Blumen des Sommers sind verwelkt und bald wird wieder die Kälte des Winters zu spüren sein. Aber dies ist nicht das Ende, denn wir wissen ja: Der nächste Sommer kommt bestimmt und mit ihm werden auch die Blumen wieder blühen.
Bizarre Schönheit

Aquarell:
Brigitte Schmitt-Matter
Christa Schwemlein
Nach der Reise ist vor der Reise
Sardinien – Ab in den Süden!
Über die letzen beiden Etappen unserer Sardinien Rundreise gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Nach fünf Tagen verließen wir schweren Herzens unseren „Bauernhof“. Die Fahrt auf der SS 131 Richtung Süden war wenig reizvoll, um nicht zu sagen langweilig.
Gewohnt haben wir im „Aquadulci“. Das elegante Haus befindet sich an der Südwestküste an einem der, in meinen Augen, schönsten Strände Sardiniens. Diesen erreichten wir über einen Holzsteg in ca. 5 Gehminuten. Das Hotel, der Garten sowie der Pool waren sehr gepflegt. Die Zimmer sauber, geräumig und geschmackvoll eingerichtet, das Essen gut, der Service professionell. Zu meckern gab’s nichts und schön war’s auch. Ob es allerdings seinen Preis wert war? Ich weiß nicht.
Nach einem ausgiebigen Strand- und Badetag, der hier 25,00 Euro kostete, machten wir uns auch wieder auf die Socken. Wir besuchten die Hauptstadt Cagliari und die Ruinenstadt Nora. Auf der Piazza in Pula aßen wir die allerbeste Lasagne, ausgenommen meine eigene natürlich
. Überhaupt hat mir die traditionelle sardische Küche sehr gut geschmeckt. Sie ist einfach, schnörkellos würde Herr Bortoluzzi unser Küchenchef in den Rheinterrassen sagen. Der Eigengeschmack der Speisen steht im Vordergrund. Gewürze werden nur sehr sparsam verwendet. Während unserer Ausflüge hier im Süden entdeckten wir traumhaft schöne Buchten sowie kilometerlange weiße feinkörnige Sandstrände. Dem türkisblauen, glasklaren Wasser konnte ich nicht widerstehen – mein Mann schon.
Auf der Fahrt nach Bitti, unserem letzten Ziel, trafen wir auf das ursprüngliche Sardinien, auf Schäfer und ihre Herden, auf alte und verlassene Dörfer, auf Korkeichenwälder. Ein Traum!

Bitti selbst hat zwar wenig zu bieten, dafür liegt der Ort im Herzen Sardiniens, eine faszinierende Landschaft. Im Hotel “Su Lithu” oberhalb der kleinen Stadt verbrachten wir unsere letzten Ferientage. Hier ließen wir uns mit sardischen Köstlichkeiten verwöhnen und genossen ganz einfach unsere Partnerschaft, die im Alltagstrubel oftmals leider zu kurz kommt.
„Wie war Ihr Urlaub?“
will Heike von unserem Reisebüro wissen. Nun liebe Heike ich will’s dir sagen:
Wir haben als Reisende eine vielfältige Landschaft erlebt, deren Reiz sich mir allerdings erst auf den zweiten Blick erschloss. Ob ich ein zweites Mal nach Sardinien mag, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Die italienische Lebensfreude, wie ich sie zum Beispiel auf Sizilien, Ischia, Capri oder auf dem Festland erfahren habe, die hat mir hier gefehlt. Die Musik ist eigenwillig, melancholisch, traurig. Nichts zum spontanen Mitsingen und Mittanzen. Die Menschen waren freundlich aber sehr zurückhaltend. Ich bin ein kontaktfreudiger Mensch. Aber hier tat ich mir schwer Kontakte zu knüpfen. Dennoch hatten wir eine schöne Zeit. Unser Urlaub war eine gelungene Mischung zwischen wohlverdienter Entspannung und erlebnisreichen Entdeckungen. Derzeit genieße ich die Erinnerung und spüre gerade dann, wenn ich neidisch bei meinem Zeiträuber Menachem lese, wie mich schon wieder das Fernweh packt. Nach der Reise ist vor der Reise, ein tröstlicher Spruch, liebe Heike.
Christa Schwemlein
Mehr Sardinien:
Die erste Etappe: Ich oute mich
Die zweite Etappe: Hier stinkt’s
Block trifft Blog – Gott sei Dank
Gott sei Dank, so sagen wir immer mal wieder. Nach brenzligen Situationen, die gut enden, sagen wir: Gott sei Dank. Gott sei Dank sagen auch die deutschen Winzer. Nach allen Höhen und Tiefen dieser Saison lässt der sonnige Spätsommer auf einen guten Jahrgang hoffen. Gott sei Dank.
Trauben

Aquarell:
Brigitte Schmitt-Matter
Morgen feiern wir in unserer Kirchengemeinde das Erntedankfest. Ein Fest, das uns einlädt über uns, über die Welt und über Gott nachzudenken. Vielleicht kommen wir, indem wir denken auch zum Danken und sagen dann: Gott sei Dank!
Für das Aquarell und den Denkanstoß für diesen Beitrag sage ich: Danke Brigitte!
Christa Schwemlein
Weitere Bilder von Brigitte Schmitt-Matter:
Ein Aquarellgruß aus Sylt
Sonnenuntergang
Freiheit – Gedanken am Nationalfeiertag
Strandwanderungen sind für mich, sofern ich meinen Urlaub am Meer verbringe, selbstverständlich. Ich verbinde damit Ferien, Freiheit und Ungebundenheit. Ich weiß nicht mehr an welchem Strand es auf Sardinien war. Mein Mann ruhte im Liegestuhl und war in seine Lektüre vertieft. Also machte ich mich alleine auf den Weg. Nach einer Weile ließ ich mich auf einem Felsbrocken nieder und schaute hinaus auf das Meer. „Sardinien ist anders, es ist wie die Freiheit selbst“, ging mir damals durch den Kopf. Nein, dieser Satz ist nicht von mir. Ich habe ihn in meinem Reiseführer gelesen. Der britische Schriftsteller D.H. Lawrence soll ihn einst geprägt haben.
FREIHEIT! Die fragwürdigsten Produkte wurden und werden mit diesem Begriff vermarktet. Erinnern Sie sich auch noch an den Werbeslogan, der in den „Achtzigern“ mit dem „Geschmack von Freiheit und Abenteuer“ grundlegende Sehnsüchte weckte? Heute sind es die „Söhne Mannheims“, die mit ihrem Song „FREIHEIT“ unsere Gefühle ansprechen.
Kein Wert ist heute mehr gefragt als die persönliche Freiheit. In der Tat zählt dieser Wert zu den obersten und wichtigsten Werten eines Menschen. Ein Blick in die Geschichte zeigt, mit welcher Leidenschaft die Freiheit erkämpft wurde. Mutige Menschen haben den Weg für unseren heutigen Nationalfeiertag geebnet - friedlich und ohne Waffen.
Ein Leben in Freiheit, wer träumt nicht davon? Worin besteht dieser begehrte Wert? Eine Frage, mit der sich die Auseinandersetzung lohnt, meint Dori Kellers. Mit diesem Denkanstoß setzt sie eine leidenschaftliche Blogdiskussion in Gang.
Aus eigener Erfahrung kann ich Menachem’s Gedanken bestätigen: „Es kommt darauf an, welchen Bezugspunkt wir wählen. Damit ist man zwar noch nicht frei – aber man weiß vielleicht, wohin man will und auch – wohin nicht“, schreibt er.
Vor Jahren hatte ich die Wahl: Entweder mit Tabletten, trotz all deren Nebenwirkungen, die Freude am Leben wieder zu gewinnen oder ohne Medikamente mich von meiner Krankheit in den Abgrund ziehen zu lassen. Ich war fest entschlossen gesund zu werden. Ich hab’s geschafft. Inzwischen sind auch die letzten Spuren der Krankheit aus meinem Gesicht verschwunden.
Alles hat zwei Seiten, sagt man. Das gilt für vieles. Das gilt für Ereignisse, die uns widerfahren, das gilt für Menschen, die uns begegnen, das gilt auch für uns selbst, die wir nie nur Sieger oder nur Verlierer sind. Stets gehören beide Seiten in Einklang gebracht. Mit der Freiheit sieht es nicht anders aus. Freiheit heißt, sich für oder gegen etwas entscheiden zu können und dafür aber auch die Konsequenzen zu tragen. Dies bedeutet nicht, lebenslänglich an die einmal getroffene Entscheidung gebunden zu sein. Wir können immer wieder neu bestimmen, was wir tun und wer wir sein wollen. Mit jeder Entscheidung legen wir uns neu fest, gehen Bindungen und Verbindlichkeiten ein.
Wahre Freiheit schließt auch den anderen mit ein. Freiheit, die sich nicht an den grundlegenden Werten orientiert, öffnet die Tür für allerlei Unheil. Deshalb heißt es in Art 2 des Grundgesetzes: „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt“. Einfach ausgedrückt: Meine Freiheit endet genau da, wo die meiner Mitmenschen beginnt.
Christa Schwemlein
Hier stinkt’s
Sardinien von Nord nach West – 2. Etappe
Eine kurvenreiche Straße durch die Provinz „Gallura“ führte uns an die weniger spektakuläre, aber nicht minder schöne Westküste Sardiniens. Unterwegs hielten wir für einen kurzen Zwischenstopp in der Provinzhauptstadt „Tempio-Pausania“. Das lebhafte Städtchen liegt auf einem Hochplateau am Fuße des Limbara-Bergmassivs und besitzt eine reizvolle Altstadt. Am Wochenende und in der Ferienzeit strömen zahlreiche Besucher hierher, was dazu führt, dass die Straßencafés hoffnungslos überfüllt sind. Da es unmöglich war einen Stuhl im Freien für einen Espresso zu ergattern entschieden wir uns für eine rasche Weiterfahrt. Eine Serpentinenstraße führte hoch zum „Monte „Limbara“. Hier wurden wir von einer bildschönen Aussicht für den entgangenen Espresso mehr als entschädigt. Über das Granitörtchen Aggius ging es durch eine wilde Berglandschaft weiter bis zur Küste, zu unserer zweiten Unterkunft in der Nähe von Alghero.
Agriturismo oder Ferien auf dem Bauernhof
Ich weiß ja auch nicht, was ich von einem Agriturismo Apparthotel erwartet habe. Ein weitläufiges Schweinegehege, dessen Geruch über der ganzen Hotelanlage schwebt, auf jeden Fall nicht. Agriturismo, ein hübsches Wort für „Ferien auf dem Bauernhof“, finden Sie nicht auch?

Sagen Sie jetzt bitte nichts. Sie haben ja Recht. Aufgrund meiner langjährigen Berufserfahrung im Reisebüro hätte ich wissen müssen worauf ich mich einlasse. Egal, nachdem sich meine Nase an den ländlichen Duft gewöhnt und ich mich auch damit abgefunden hatte, selbst für Ordnung und Sauberkeit in unserem schnuckeligen Appartement zu sorgen, kann ich Heike, unserer Reiseberaterin, nur zustimmen. Das „Podere Monte Sixeri“ ist alles andere als ein gewöhnlicher Bauernhof und war genau das Richtige für meinen Mann und mich.
Wir haben dort das gemacht, was man im Urlaub macht: Das Leben genießen. Wir erlaubten uns Dinge, die im normalen Arbeitsalltag zu kurz kommen. Wir gönnten uns Ruhe und Zeit für- und miteinander, für Bücher und Gespräche Wir schlenderten über Märkte, probierten hier ein Stückchen Wurst, da ein Scheibchen Schinken und dort ein bisschen Käse. Wir griffen zu sardischem Brot und schwarzen Oliven. Selbstverständlich haben wir uns, da wir hier ja Selbstversorger waren, reichlich mit diesen Köstlichkeiten für „zu Hause“ eingedeckt.
Von hier aus starteten wir auch unsere Entdeckungstouren in die historisch gewachsenen Städtchen Alghero, Bosa und Castelsardo sowie den berühmten „Pelosa“ Strand im äußersten Nordwesten der Insel. Wer hier allerdings einen Badetag verbringen will, muss früh aufstehen. Nach 10.00 Uhr hat man, zumindest in der Saison, so gut wie keine Chance weder einen Parkplatz noch einen Liegestuhl zu bekommen.
Alghero – Bosa – Castelsardo
Die katalanische Festungsstadt Alghero wird von vielen Reiseautoren als Sardiniens schönste Stadt gepriesen. Ich kann das nicht bestätigen. Auf den schmalen Pflastergassen im „centro storico“ – Schmutz und Müll, soweit das Auge reicht. Auch der Strand war enttäuschend, das Meer seicht, warm und nicht besonders sauber. Der Geruch nach Abwasser war geradezu eine Beleidigung für meine Nase.
Ein landschaftliches Erlebnis war allerdings die Fahrt auf der Küstenstraße von Alghero nach Bosa. Eine wilde Felslandschaft in allen Farbschattierungen begleitete uns auf unserem Weg. Hinter jeder Kurve taten sich neue herrliche Aussichten auf. Bosa ist weniger touristisch. Der Spaziergang entlang der palmengesäumten Uferpromenade war sehr schön. Hier stehen Häuser, die mich an unseren Urlaub vor zwei Jahren an der ligurischen Riviera erinnerten.

Wegen der Mittagshitze verzichteten wir auf einen Spaziergang hoch zum Castello. Stattdessen ließen wir bei einem Stück Pizza den Charme der Altstadt auf uns wirken. Für den Rückweg wählten wir den Weg durch’s Landesinnere. Für diese Strecke muss man allerdings ein bisschen Zeit einplanen und immer wieder stehen bleiben, weil Kühe oder ganze Schafherden die Straße überqueren.
Über „Castelsardo“ gibt es nicht viel zu schreiben. Es ist etwas mühsam hoch zum Castello zu wandern. Ich musste ganz schön schnaufen, bis ich endlich oben war und habe mir unterwegs fest vorgenommen, nach dem Urlaub wieder regelmäßig ins’s Sportstudio zu gehen. Leider ist es bis jetzt nur bei dem Vorsatz geblieben. ABER: Kommt Zeit, kommt Studio.
Dennoch, der Fußmarsch durch die Altstadtgassen hoch zum Castello lohnte den Besuch.
Das Beste zum Schluss
Krönender Abschluss dieser zweiten Etappe war das Abendessen in dem der Hotelanlage angeschlossenen ländlichen Restaurant. Das Foto im Internet zeigt das schöne Lokal. Hier erlebten wir die typische sardische Küche zu humanen Preisen. Satt und zufrieden fallen wir an diesem letzten Tag ins Bett.
Christa Schwemlein



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