2. September 2010

6o - was jetzt schon?

walter-bei-der-arbeitEigentlich bin ich kein großer Freund des Bloggens, aber heute komme ich nicht umhin, dieses Medium doch einmal zu nutzen. Erlaubt es mir doch, meiner Freude ganz öffentlich Ausdruck zu verleihen. Meine Freude darüber, was der Boule-Club in Sandhofen, dessen Mitglied ich bin, sich zu meinem 60. Geburtstag ausgedacht hat.

 

***

Liebe Freunde,

ihr habt meinen Geschmack genau getroffen. Und ich kann euch versichern, dass nichts davon schlecht wird.

60-was-jetzt-schon

An dieser Stelle also noch mal meinen herzlichsten Dank und macht weiter so!
Ich freue mich schon auf meinen 70. Geburtstag – oder gibt’s auch bei 65 schon was? ;-)

Liebe Grüße an alle Bouler

Euer Walter

Kleingedrucktes:
Natürlich gilt für alle Mitglieder des Boule-Club Sandhofen weiterhin der “Bouleclubsonderpreis” für meine Leistungen rund um den PC.

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29. August 2010

Kochteddybären - Warum eigentlich nicht ;-)

Ich schreibe im Moment ein paar Beiträge über meine Teilnahme am “Social Media Basis Lehrgang 2“. Es ist der zweite Lehrgang dieser Art. Eine unserer praktischen Aufgaben ist es eine Community zu gründen.

Zwei Lerngruppen habe ich mich angeschlossen. Eine für KMU (=kleine und mittlere Unternehmen), um zu erfahren wie sinnvoll für diese Zielgruppe, wozu ja unsere eigene Firma  zählt, “Social Media” ist.  

Da ich leidenschaftlich gerne koche und vielleicht  auch deshalb schon mehr als 10 Jahre in der Gastronomie arbeite, bin ich noch in einer weiteren Lerngruppe angemeldet, die sich mit dem Thema “Kochen” beschäftigt.
Unsere Ziele haben wir definiert, der Name ist gefunden. Zur Zeit diskutieren wir über das Logo. Favorit ist ein Logo, das unter anderem einen Totenkopf zeigt. Mir persönlich ist dieses Symbol zu abschreckend. Wir wollen doch niemanden vergiften! Daraufhin bekam ich von einem Teilnehmer folgende Antwort:

“Wenn der Totenkopf zu hart ist können wir uns ja auch “Kochteddybären” nennen”.

Warum eigentlich nicht? :-D Vielleicht kann der “Chefkoch” unserer Gruppe  aus meinen Bären ja ein passendes Logo zaubern? Ich mag’s verspielt und auch ein wenig kindlich. ;-)

kochteddies

 

***

Liebe Leserinnen und Leser,

dies ist ein sogenannter ”Off-Topic-Beitrag”. Soche Beiträge haben im Grunde nichts mit den eigentlichen Themen des Blogs zu tun. Da ich aber derzeit noch nicht in der Lage bin meine Teddies bei facebook einzufügen, wähle ich diesen Weg um meine kochenden Kollegen auf meinen Vorschlag aufmerksam zu machen.  

Gerne hätte ich auch Ihre Meinung zu den Logovorschlägen gehört.  Aber die Vorarbeiten für unsere Community finden derzeit noch in einer geschlossenen Gruppe statt. Diese ist nur für Mitglieder der “Social-Media-Akademie” zugänglich. Sobald unsere Community online geht bekommen Sie selbstverständlich eine Einladung zur Eröffnungsparty. :-)

Sie hören lesen von mir :-)
Christa Schwemlein

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27. August 2010

Bildungslücke

Mit dem Beatlessong „With a little help of my friends“ rief im Mai 2008 der Werbeprofi Bernd Röthlingshöfer zu einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Arbeitstitel,

Die 100 größten Werbefehler und wie man sie vermeiden kann

auf.

Egal, ob Konsument, Werbetreibender, Berater, Student, jeder war aufgerufen mitzumachen. Aus den Einsendungen sollte ein Buch entstehen, das Deutschlands Unternehmen hilft, ihre Werbung besser zu machen.

Fünf Werbefehler hatte ich diesem Projekt beigesteuert. Was aus dem Projekt geworden ist, weiß ich nicht. Außer der Empfangsbestätigung habe ich niemals wieder etwas davon gehört.

Mit einem kleinen Auszug meines vierseitigen Schreibens an den Buchautor und Fachjournalisten möchte ich Sie heute gerne beglücken. Warum? Das erfahren Sie am Ende oder spätestens in den kommenden Beiträgen.


***

… . Oh je, jetzt habe ich Sie ziemlich zugetextet. Einen Werbefehler möchte ich Ihnen allerdings noch gerne nennen. Nämlich meinen eigenen.

5. Werbefehler – Links

Anfang 2007 war ich endlich mit meinem eigenen Blog unterwegs, aber schlussendlich nicht viel gescheiter als zu meiner aktiven „Forenzeit“. Von der Bedeutung der Links als Leitwährung im Web hatte ich zum damaligen Zeitpunkt keine Ahnung. Ich kommentierte emsig in anderen Blogs und hinterließ in einem lokalen Gemeinschaftsblog zwei Links, die auf meinen Arbeitgeber aufmerksam machten. Das ist „merk-würdig“ bekam ich zur Antwort. Damit konnte ich zunächst nichts anfangen. Erst nach einem heftigen Kommentar, der nichts Gutes über meinen Arbeitgeber berichtete war mir klar: “Ich hatte etwas falsch gemacht!” Hätte ich nicht so einen verständnisvollen Chef, hätte mich dies meinen Arbeitsplatz kosten können.
Ich entschuldigte mich bei den Blogbetreibern, erklärte wie es dazu kam und versicherte, dass so etwas künftig nicht mehr vorkommen werde. Allerdings konnte ich es mir nicht verkneifen den Betreibern mitzuteilen, dass ich mich über die Löschung meines Kommentars mit einer kurzen Mitteilung an mich sehr gefreut hätte.

Wie kann man so einen Fehler vermeiden?

- Rechtzeitig Bücher lesen und sich über die Gepflogenheiten im Netz informieren.  

So, und jetzt kommt das berühmte ABER.

So einfach ist das für Neulinge nicht. Seit meinem Eintritt in die virtuelle Welt hat mich dieses „Online-Geschäft“ brennend interessiert. Durch die Erziehungspause und meine Berührungsängste mit der modernen Technik ist dieser Markt an mir vorbei gerauscht.
In den einschlägigen Mannheimer Fachbuchhandlungen suchte ich nach Literatur zu diesem Thema. Ich fand nichts, aber auch rein gar nichts. Einzig und allein Ihr Büchlein „Werbung mit kleinem Budget“ war zwischen all den bekannten BWL-Päpsten, die zu meiner Zeit gelehrt wurden, zu finden. Damit startete ich, mich zu all dem, was mich interessierte „durchzugoogeln“ und in Büchern, die ich über Amazon bezog, nachzulesen.

Nadine, meiner Arbeitskollegin, lieh ich für ihre Klausuren meine alten Unterlagen. Ich erhoffte mir, über ihre Ausbildung zur Betriebswirtin mehr über das Online-Geschäft zu erfahren. Dem war nicht so. Mit meinen alten Arbeiten über die Innovatioswerbung eines neuen Produktes schrieb sie eine „Eins“. Mein Mann besuchte während seiner Arbeitslosigkeit eine zweijährige Ausbildung zum Medienfachwirt. Auch er schrieb seine guten Noten mit Hilfe meiner vergilbten Unterlagen. Und da wundern wir uns alle, warum das Web in Deutschland noch am Anfang steht.

Ver-rueckte Grüße
Christa Schwemlein

***

Ja, meine lieben Leserinnen und Leser, das war 2008. Und wie sieht es heute aus? Zuhören heißt das Zauberwort im „Social Web“, dem Web 2.0. Ich weiß nicht, ob jemand meinen Ruf von damals gehört hat, jedenfalls bin ich, um meine Bildungslücke zu schließen, seit Anfang Juli Studentin bei der kürzlich gegründeten ersten „Social Media Akademie“.

Wie es dazu kam, wer mich angestoßen hat, welche Fortschritte ich erziele und welche Erkenntisse ich gewinne, darüber werde ich in der nächsten Zeit berichten. Wer mag ist herzlich eingeladen, mit mir ein bisschen in die Geheimnisse des Social Web’s einzutauchen.

Schwemlein PC-Betreuung Christa  Schwemlein

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26. August 2010

Es geht weiter!

Inzwischen ist es eine Reihe von Tagen her, seit ich am offenen Grab meiner Mutter stand. Nie und nimmer hätte ich geglaubt, dass ihr Tod mich so beutelt. Es ist eine ganz neue Erfahrung, die ich im Moment durchlebe. Wie es in mir aussieht spiegelt sich auf meinen beiden Schreibtischen wider.

 wie-innen-so-aussen

Wie Innen so Außen“, Sprüche, auf die ich eigentlich wenig  gebe und dennoch scheint etwas Wahres dran zu sein. Mehrere Versuche habe ich bereits gestartet, um meine ambivalenten Gefühle in meinem privaten Tagebuch festzuhalten. Im Moment steht da ein großes Durcheinander von Fragen und heftigen Emotionen.

„Ist die Trauer noch frisch stört jede Ablenkung. Man muss warten, bis sie sich gelegt hat“, heißt es in einem Sprichwort. Dennoch mag ich gerne weiter schreiben, weil ich ganz einfach spüre, dass es mir gut tut und mein unordentlicher Arbeitsplatz derzeit mein Lieblingsplätzchen ist.

Wie und mit was kann es auf „ver-rueckt.net“ nun weitergehen? Auch wenn ich innerlich ganz schön auf der Stelle trete, hat mich das Leben gelehrt, dass es immer wieder weitergeht. Ich bin nicht so veranlagt nichts zu tun und nur noch vor mich hinzustarren. Ja, und da habe ich mir überlegt, Ihnen ein bisschen von dem zu erzählen, was ich derzeit gerade mache. Nein, ich habe noch keinen Twitter-Account, noch nicht! ;-) Aber – davon mehr in den nächsten Beiträgen……

Eintrag Nr. 4378 | Kategorie In eigener Sache, Nur so..., Zitate | 2 Kommentare »




25. August 2010

Sonnenuntergang

sonnenuntergang-01
Bild: Brigitte Schmitt-Matter

Man sieht die Sonne langsam untergehen.
Und erschrickt doch wenn es plötzlich dunkel ist.

Franz Kafka

 

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14. August 2010

DANKE

Auch wenn es jetzt ihre Zeit war zu gehen, so verliert man mit den Eltern auch immer ein Stück seiner Wurzeln. Und das tut richtig weh.

Für die vielen Trostworte zum Tod meiner Mutter sage ich Ihnen aufrichtigen Dank. Die Anteilnahme, auch die aus meiner kleinen Blogwelt, half ein bisschen über den Schmerz der ersten schweren Stunden hinweg.

Christa Schwemlein

Eintrag Nr. 4353 | Kategorie In eigener Sache | 0 Kommentare »




22. Juli 2010

Erinnerungen

Wenn ein Mensch von dieser Welt geht,
lässt er seine äußere Hülle hinter sich und
geht einem neuen Leben entgegen.

***

Ich bin die Auferstehung und das Leben .
Wer an mich glaubt , wird leben,
auch wenn er stirbt.

Jesus Christus

Kleingedrucktes:
marburger-medien.de/erinnerungen

 

Eintrag Nr. 4342 | Kategorie Herz und Verstand, Kleine Bibelkunde, Vertrauen | 2 Kommentare »




21. Juli 2010

Es hilft ein bisschen.

briefkastenk.gif

Es hilft ein bisschen, wenn man sagen kann:
Sie muss jetzt nicht mehr leiden.

Es hilft ein bisschen, wenn man sagen kann:
Ich war mit ihr im Reinen.

Es hilft ein bisschen,
wenn man gute Erinnerungen wach rufen kann.

Es hilft ein bisschen,
wenn man eine Familie um sich hat, die einem beisteht.

Und es hilft auch ein bisschen,
wenn man einen Freundeskreis hat, der mit einem fühlt.

***

Es hilft.
Christa Schwemlein

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14. Juli 2010

Sommerloch

Es ist Abend und ich bin alleine. Mein Mann ist noch unterwegs. Die Hitze und die Unwetter der vergangenen Tage bescherten unserer Firma, der PC-Betreuung, allerlei Arbeit.

Die Situationsanalyse ist geschrieben, der Pastoralkurs beendet, meine Abschlüsse soweit fertiggestellt. In den Rheinterrassen habe ich bei diesem Wetter zwar allerhand zu tun, aber die Arbeit geht mir leicht von der Hand. Von außen steht daher nichts mehr im Wege, dass ich mich an den Computer setze und endlich anfange die Beiträge zu schreiben, die ich schon so lange in Gedanken mit mir herumtrage. Wie sehr habe ich mich in den vergangenen Monaten danach gesehnt. Und jetzt, da ich die nötige Ruhe habe, schreibt es sich mal wieder nicht. Würde ich mit dem Bleistift schreiben, würde ich wahrscheinlich daran kauen.

Meinen “Zeiträubern” scheint es ähnlich zu gehen. Dori genießt nach ihrem Beitrag „das rote Tuch“ die Sonne und auch bei den anderen wird es insgesamt ruhiger. Mein geliebtes Märchenblog ist nach einem Hackerangriff außer Betrieb und deshalb werde ich es vorübergehend von meiner Blogroll nehmen. Einzig Thinkabout schreibt fleißig weiter, worüber ich sehr dankbar bin. Seine Gedanken regen auch mich immer wieder zum Nachdenken und Überdenken meiner eigenen Sichtweise an. Um Freiheit ging es erst kürzlich in einem seiner Beiträge, den ich sehr gerne kommentierte.

In jungen Jahren dachte ich immer Freiheit bedeute, alles tun und lassen zu können. Heute bezeichne ich diese Definition von Freiheit als Willkür. So wie es keinen Genuss ohne Verzicht und keinen Sieg ohne Kampf gibt, so gibt es auch keine Freiheit ohne Bindung. Die Frage ist allerdings an was binde ich mich? Sinnvoll wäre es, das ist meine Meinung, sich aus freien Stücken an grundlegende Werte zu binden. Und das läuft stets auf die “goldene Regel” hinaus, die da heißt:

„Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.“

Damit Sie, meine lieben Leserinnen und Leser auch weiterhin etwas zu lesen haben, habe ich meine Blogroll um zwei Blogs erweitert, die ich gerne lese und von denen ich denke, dass diese auch für einige von Ihnen von Interesse sein könnten.

Sofern unsere familiären Verhältnisse es zulassen werden mein Mann und ich die nächsten Wochen in Urlaub sein. So wünschen wir unseren Kunden und allen die hier lesen noch weiterhin wunderschöne Sommertage.

Schwemlein PC-Betreuung Christa und Walter Schwemlein :-)

Kleingedrucktes:
Stefanie, von BabybauchDesign, wird sich demnächst wieder hier zu Wort melden.  Im Moment hat sie alle Hände voll zu tun und mit verschmierten Fingern mag sie hier nicht erscheinen. Verständlich, oder? ;-)

Eintrag Nr. 4309 | Kategorie Blog-Geflüster, Eigene Gedanken zu..., In eigener Sache, Zitate | 2 Kommentare »




2. Juli 2010

“BabybauchDesign” bei “ver-rueckt”

Liebe Leserinnen und Leser von “ver-rueckt.net”

  • Wer bin ich?
  • Was mache ich?
  • Wie komme ich zu „ver-rueckt.net“?

Wie komme ich zu “ver-rueckt.net”?

Ich beginne mit der letzten Frage, denn dass ich mich hier vorstellen darf, verdanke ich einer guten Nachbarschaft. Christa Schwemlein hat ja in ihrem vorigen Beitrag bereits erwähnt, dass sie mich von kleinauf kennt. Witzig, heute sind wir gute Nachbarinnen und wohnen Garten an Garten. Mit Freude nehme ich das Angebot an, mein kleines Kunstgewerbe auf ihren ver-rueckten Seiten vorstellen zu dürfen. Nun zur ersten Frage.

Wer bin ich?

stefanie-cicakIch bin Stefanie Čičak, 28 Jahre jung, verheiratet und stolze Mama einer 10 Monate alten Tochter. Im Moment bin ich in Elternzeit. Selbst würde ich mich eher weniger mit den Worten verrückt beschreiben wollen. Ich liebe Struktur, Plan und Realität. Deshalb habe ich den Beruf der Industriekauffrau gewählt. Meine Arbeit in einem Mannheimer Consulting- und Ingenieurunternehmen schätze ich sehr. Sie ist abwechslungsreich und anspruchsvoll. Vor meiner Schwangerschaft und Elternzeit betreute ich kaufmännische Projekte weltweit, insbesondere in Südafrika und Lateinamerika. Eine mehrwöchige Geschäftsreise in Afrika hinterließ bleibende Eindrücke, für die ich sehr dankbar bin. Ich freue mich darauf nach der „Babypause“ wieder in meiner alten Firma zu arbeiten.

Felisa, unser Töchterchen, brachte sehr viel Veränderung in mein Leben und selbstverständlich auch in das meines Mannes. Wir beide sind jetzt nicht mehr nur als Paar unterwegs, sondern auch als Eltern und tragen Verantwortung für unsere kleine Tochter. Auch wenn die Nächte inzwischen wesentlich kürzer sind, der Haushalt länger dauert als gewohnt und überhaupt nichts mehr so ist wie früher, freuen mein Mann Tomislav und ich uns auf jeden neuen Tag mit unserer süßen „Maus“. Wir geben unser Bestes und versuchen, geduldige und lernfähige Eltern zu sein.

Wenn man das Glück hat Eltern zu werden, hat man auch das Glück wieder ein wenig Kind sein zu dürfen, vielleicht sogar etwas kindisch. Schon immer habe ich gerne gemalt und gezeichnet und es ist mein Traum aus Kindertagen, etwas daraus zu machen. Die zündende Idee kam mir, als ich eines morgens während meiner Schwangerschaft meinen Babybauch betrachtete.

Was mache ich?

Eine Schwangerschaft ist etwas ganz Besonders im Leben einer Frau. Bestimmt kann jede Mutter eine eigene Geschichte zu Ihrer Schwangerschaft erzählen. Für all diejenigen, die die Erinnerung an ihre Schwangerschaft plastisch festhalten möchten, bin ich da. Ich designe Gipsbäuche und gestalte somit einen einzigartigen Schnappschuss der Schwangerschaft.

Obwohl ich heute fast wieder mein ursprüngliches Gewicht erreicht habe, erstaunt es mich immer wieder, wie aus einem Bäuchlein während einer Schwangerschaft ein großer Bauch werden kann. Ich freue mich schon jetzt darauf Felisa einmal zu zeigen, wie ihre Mama mit ihr als kleinem Bauchbewohner einmal ausgesehen hatte. Ich denke ein schöner Gipsabdruck erinnert mehr als ein flaches Foto. Außerdem lassen sich meine „Gipsbäuche“ auch ganz praktisch nutzen, zum Beispiel als Lampe im Wohnzimmer.

Die Gipsbäuche zu bemalen macht mir viel Spaß. Ich liebe es, neue Designs zu entwerfen und diese dann mit Farbe auf Gips zu bringen. Ich freue mich über jede schwangere Frau, die mir ihren „Babybauch“ für ein Erinnerungsstück anvertraut.

So liebe Leserinnen und Leser von “ver-rueckt.net”, das waren jetzt viele Worte meinerseits. Mit einem herzlichen Dankeschön übergebe ich nun wieder das Wort an meine Gastgeberin Christa Schwemlein. ;-)

:-D *lach* :-D

Danke Stefanie, für diesen wunderschönen Gastbeitrag. Siehst du, das war gar nicht so schwierig. Vielleicht schaffen wir es ja zu zweit, Sandhofen “virtuell” zu bewegen. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg mit deinem kleinen Kunstgewerbe und selbstverständlich weiterhin viel Freude mit deiner kleinen “Maus”. Verrätst du uns noch, wo man deine “Babybäuche” bewundern kann?

Gerne. Zusammen mit meinem Mann habe ich eine Website entwickelt, die unter http://www.babybauch-design.de/zu erreichen ist. Dort habe ich auch ein paar Fotos von meiner Arbeit eingebunden. Im Original können meine “Bäuche” in Sandhofen und zwar im Schaufenster von Foto Mechnig betrachtet werden.

Sag mal Stefanie, wie wär’s mit einem zweiten Beitrag? ;-) Mich würde zum Beispiel interessieren, wie so ein Gipsbauch entsteht. Welche Arbeitsschritte notwendig sind, mit welchen Farben und Accessoires du arbeitest, und, und, und ….

Wenn du meinst, gerne.

Klar ich freu’ mich drauf und bin schon ganz gespannt…..

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28. Juni 2010

Die Macht der Worte

„Im Anfang war das Wort und alles ist durch das Wort geworden“ –  heißt es im Evangelium des Johannes. Das Wort ist der Anfang und hat Macht.

Welches Gewicht können Worte haben?

Worte können ein Ding, eine Sache oder eine Situation beschreiben. Worte können den Nagel auf den Kopf treffen und eine Diskussion entfachen. Worte können heilen, Glück schenken und Trost spenden. Worte können eine Brücke von Mensch zu Mensch schlagen. Und aus Worten können Wege werden. Worte können aber auch verletzen, tiefe Wunden reißen und Narben hinterlassen. Ja, Worte haben Macht.

Worte können gesprochen werden und dennoch nichts sagen. Dann ist es gut wenn man ganz einfach mal die Klappe hält und zuhört, was andere zu sagen haben. Und genau das will ich jetzt tun und übergebe hiermit das Wort an eine junge Frau, die ich schon von Kindesbeinen an kenne und die sich Ihnen im nächsten Beitrag gerne vorstellen möchte, Stefanie Čičak.

Nur Mut Steffi, du machst das richtig gut.
Christa :-)

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25. Juni 2010

Was haben Sie neu entdeckt?

  • Worin sind Sie bestärkt?
  • Was ist in Frage gestellt worden?

Fragen über Fragen zum Schluss meiner Situationsanlalyse.

***

Die Situationsanalyse hätte mir sehr viel Freude bereiten können, wenn ich einen ernsthaften Sinn darin gesehen hätte. 2006 hatten wir in unserem Pfarrgemeinderat bereits eine Analyse erstellt und daraus ein Pastoralkonzept entwickelt. Heute müssen wir, mit Blick auf 2015, dieses Konzept wieder verwerfen. Das erzeugt Frust.

Dennoch ist nicht alles negativ. Die Analyse hat mein Selbstwertgefühl sehr gestärkt. In aller Unbescheidenheit mag ich behaupten, dass ich während meiner 10 jährigen Amtszeit als Pfarrgemeinderätin viel bewegen konnte. Obwohl der Zuspruch und die Unterstützung für meine Vorhaben zunächst gering waren ist es mir gelungen Menschen ins Boot zu holen, die mit mir gemeinsam meine Ideen verwirklichten. Diesen neuen Blick auf mich und meine Fähigkeiten betrachte ich als Lohn für diese vielen, aus meiner Sicht unnötigen, Arbeitsstunden.

Danke
Der Pastoralkurs findet mit der Situationsanalyse vorerst sein Ende. Deshalb richte ich an dieser Stelle eine paar persönliche Dankesworte an meinen Mann Walter, der mir für die Zeit des Kurses den Rücken freigehalten und mich während der Entstehungszeit meines vielseitigen “Werkes”  immer wieder unterstützt und ermutigt hat. Ganz besonders danke ich unserer Pfarrsekretärin Frau Silvia Sinnwell-Henkes für das „mundgerecht“ aufbereitete Zahlenmaterial und die vielen wertvollen Anregungen und Ergänzungen. Auch unserem  Pfarrer Franz Schmerbeck danke ich ganz herzlich für die Zeit und die Ermutigung, den Kurs zu Ende zu bringen. Ein herzliches Danke geht auch an unsere Mentorin Frau Monika Haas für die liebevolle Begleitung.

Wie geht es weiter?
Anfang Juli findet unser Abschlussfest in Heidelberg-Rohrbach statt. Nach langem Zögern habe ich mich nun doch entschlossen die Prüfung im Oktober abzulegen. Teil der Prüfung ist eine größere Arbeit, die ich bis dahin zu erstellen habe. Mein Thema wird “Umgang mit Gruppen und Konflikten anhand eines eigenen praktischen Beispiels” sein. Ein spannendes Thema, auf dessen Auseinandersetzung ich mich sehr freue.

Warum mach’ ich das?
Immer wieder die gleiche Frage und ich habe noch immer die gleiche Antwort, die, wenn’s denn wirklich interessiert, immer noch hier nachzulesen ist.  

Auch Ihnen meine lieben Leserinnen und Leser danke ich für ihr Interesse. In den nächsten Beiträgen wird es ebenfalls ganz privat mit einem Blick in Nachbars Garten weitergehen.

Bis dahin, Ihre
Christa Schwemlein ;-)

Stärkendes:
Richten Sie einmal den Blick auf das, was Ihnen in Ihrem Leben alles geglückt ist und schreiben Sie es auf. Sie werden sehen, dass da einiges zusammen kommt auf das Sie stolz sein können. 

Eintrag Nr. 4234 | Kategorie In eigener Sache, Kirche | 2 Kommentare »




25. Juni 2010

Mein pastoraler Bereich - Fortsetzung 04

3.5. Meine nächsten Schritte

Da ich meinen Platz in meiner Kirchengemeinde erst wieder neu finden muss, werde ich die nächsten Schritte langsam angehen. Ich lebe jedoch in dem festen Vertrauen, dass Gott ein Plätzchen für mich finden wird. Ich kann mir auch eine Arbeit innerhalb der Seelsorgeeinheit vorstellen.

In der Fastenzeit möchte ich sehr gerne wieder eine Fastenwoche zu einem festen Programmpunkt werden lassen. Dieses Angebot wurde während meiner aktiven Zeit, wenn auch nur von einem kleinen Kreis, gerne angenommen.

Damit wir den Anschluss an die neuen Medien nicht verlieren träume ich von mehr Präsenz im Internet. Seit 2007 schreibe ich mein eigenes Weblog und betreibe, wenn auch anfänglich unbewusst und sehr “leise” ein wenig Öffentlichkeitsarbeit für die St.Bartholomäusgemeinde.

Ich stelle fest, dass meine Besucherzahlen ansteigen sobald ich über ein religiöses oder kirchliches Thema schreibe. Aus der Verweildauer, den Kommentaren und den vielen Mails entnehme ich, dass meine Inhalte gelesen werden und das bestätigt mir, dass Religion ein Thema ist, das viele Menschen beschäftigt. Da ich ein derartiges Projekt jedoch nicht alleine stemmen kann bin ich derzeit auf der Suche nach begeisterten Mitstreitern. Sandhofen befindet sich noch im „Steinzeitalter des Internets“ und ich werde noch von vielen Gemeindemitgliedern wegen meiner Netzaktivitäten belächelt

Christa Schwemlein

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23. Juni 2010

Mein pastoraler Bereich - Fortsetzung 03

3.4.Mein biblisches Leitbild

Biblische Leitbilder hatte und habe ich viele. Sie wechseln, je nachdem in welcher Lebensphase oder Lebenssituation ich mich befinde. Zur Zeit beschäftigt mich die Beispielerzählung des „Barmherzigen Samariters“. In dieser Geschichte steckt so viel, dass ein jeder sich nehmen kann, was für ihn gerade anliegt oder was er braucht.

Da ist zum Beispiel der Appell „Handeln statt Reden!“. Provozierend an dieser Geschichte ist, dass die „Frommen“ versagen und ausgerechnet der verhasste Andersgläubige sich vorbildlich verhält. Sein spontanes Handeln hat etwas Selbstverständliches und Unspektakuläres. Er sieht den Verletzten, unterbricht seine Reise, leistet am Unfallort „erste Hilfe“ und leitet eine nachhaltige Versorgung ein, aber ohne sich selbst zu schaden.

„Wer ist mein Nächster?“ In dem Gleichnis werden weder Namen noch Gruppierungen genannt. Der Nächste ist auch derjenige, der einer anderen Gemeinschaft angehört, mit der man eventuell sogar zerstritten ist.

Der Verletzte ist ein „irgendwer“ - ein Mensch, so heißt es im Bibeltext. Höchstwahrscheinlich war er Jude. Die Samariter waren zur Zeit Jesu mit den Juden zerstritten, weil sie von ihnen nicht als vollwertige Glieder des auserwählten Volkes anerkannt wurden. Die Nächstenliebe beschränkte sich damals ausschließlich auf Menschen aus den „eigenen Reihen“.

Auch in demjenigen den Nächsten zu sehen, mit dem ich, warum auch immer, zerstritten bin, verlangt sehr viel und ist in meinen Augen schon fast eine Zumutung. Übertrage ich diesen Gedanken der Nächstenliebe auf meine Pfarrgemeinde so wäre dies, sofern wir diesen Gedanken in die Praxis umsetzen, ein kleiner Beitrag zu einem gelingenden Miteinander in der Seelsorgeeinheit, von dem die beiden so unterschiedlichen Pfarreien noch weit entfernt sind.

Fortsetzung folgt …
Christa Schwemlein

Eintrag Nr. 4212 | Kategorie In eigener Sache, Kirche, Kleine Bibelkunde | 0 Kommentare »




23. Juni 2010

Mein pastoraler Bereich - Fortsetzung 02

Was die “Kirche” so alles wissen will :roll:

3.3. Meine Begabungen und Fähigkeiten

Ich verfüge über eine gute Intuition und die Fähigkeit, zwischen den Zeilen hören und lesen zu können. Ich arbeite strukturiert, kann gut delegieren und besitze Organisationstalent. Meine Ziele verfolge ich geduldig, jedoch nicht ohne eine gewisse Hartnäckigkeit, was mir beim Schreiben dieser Arbeit erst richtig bewusst wurde.
Ich spiele kein Instrument und bezeichne mich, auch wenn ich gerne singe, als unmusikalisch. Dennoch ist es mir gelungen, während meiner aktiven Gemeindearbeit eine Musikgruppe ins Leben zu rufen, die noch heute gemeinsam musiziert.

In einem meiner Arbeitszeugnisse wurde mir bescheinigt, dass ich die Gabe besitze, theoretisches Wissen sehr gut in die Praxis umsetzen zu können und die Fähigkeit, Mitarbeiter zum selbständigen Handeln zu motivieren.

Was ich nicht möchte weiss ich oftmals besser als das, was ich möchte. Auf keinen Fall möchte ich mich in die starren und seit Jahrzehnten eingefahrenen Strukturen in meiner Gemeinde einbinden lassen, beziehungsweise einen Platz zugewiesen bekommen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir immer das am besten gelingt, was auch meinen eigenen Bedürfnissen dient und mich in meiner Freiheit nicht einschränkt. Ich mag aus einem Ehrenamt aussteigen dürfen, wenn ich spüre, dass es nicht mehr zu mir passt oder das Amt mir keine Freude mehr bereitet. Ich wäre unglaubwürdig, würde ich weiter daran festhalten müssen.

Fortsetzung folgt …
Christa Schwemlein

Eintrag Nr. 4203 | Kategorie Eigene Gedanken zu..., In eigener Sache, Kirche | 0 Kommentare »




22. Juni 2010

Mein pastoraler Bereich - Fortsetzung 01

Gestern galt mein Blick der Vergangenheit. Heute richte ich mein Augenmerk auf die Gegenwart.

3.2. Mein pastorales Feld

Ein neues „pastorales Feld“ habe ich derzeit in meiner Gemeinde noch nicht gefunden. Dennoch bin ich pastoral nicht untätig. Seit vielen Jahren arbeite ich als ehrenamtliche Mitarbeiterin bei einer Beratungsstelle.

Worum geht es in meinem pastoralen Feld?

Probleme und Krisen können jeden Menschen in jeder Lebensphase treffen. Die Probleme, mit denen ich bei meiner Arbeit konfrontiert werde sind vielfältig: Probleme in der Beziehung, Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz, Arbeitsplatzverlust, Sucht, Krankheit, Angst,  Einsamkeit.  Es kommen aber auch Menschen, die nach dem Sinn ihres Lebens oder nach Gott fragen. Es macht mir Freude, mit diesen  Menschen kritisch über Gott und Glaube reden zu können. Für diese Gespräche hat mir der „Theologische Kurs“ viele Türen geöffnet.

Den Wandel unserer Zeit bekomme ich hautnah mit. Soziale Nachfragen mehren sich. Hilferufe wegen einer ungewollten Schwangerschaft sind dagegen seltener geworden.

Bei meiner Tätigkeit geht es nicht darum Ratschläge zu erteilen oder eigene Lösungen anzubieten, sondern vielmehr darum, nach den eigenen Ressourcen Ausschau zu halten und zu schauen, was der Ratsuchende selbst an Lösungsmöglichkeiten entwickeln kann. Manchmal kann ich nichts tun außer zuhören, trösten und die Menschen ein Stück weit begleiten.

Mein Glaube und meine Erfahrungen mit diesem sind die Wurzeln, aus denen ich den Mut und die Kraft für diese anspruchsvolle Aufgabe schöpfe. Meinen Dienst empfinde ich als einen wahrhaft christlichen. Christ sein heißt für mich nicht nur laut über und von Gott zu reden, sondern auch einem Menschen zum „Nächsten“ werden.

Ich engagiere mich derzeit mit 15 Stunden pro Monat. Hinzu kommen regelmäßige Supevisionsstunden und mehrere Fort- und Weiterbildungen. Trotz des großen Zeitaufwandes bereitet mir dieses „pastorale Feld“ sehr viel Freude.

Die Ausbildung, die Fort- und Weiterbildungen, die Supervisionen, der Austausch mit den Haupt- und Ehrenamtlichen schätze ich sehr und empfinde dies als eine große persönliche Bereicherung. Aus all dem nehme ich mindestens genauso viel mit wie ich gebe. In dieser Gemeinschaft erfahre ich Kirche, wie ich sie oftmals in meiner Gemeinde vor Ort vermisse.

Schwer fällt mir der Umgang mit Inszenierungen. Aber auch mit der Frage „Warum lässt Gott das zu?“ Akzeptieren zu müssen, dass es Schicksale ohne Hoffnung gibt ist für mich nur schwer zu verkraften. Der Wunsch zu helfen und die Erfahrung, es nicht zu können bringen mich an meine Grenzen.

Fortsetzung folgt…
Christa Schwemlein

Eintrag Nr. 4191 | Kategorie In eigener Sache, Kirche | 0 Kommentare »




21. Juni 2010

Mein pastoraler Bereich - ein praktisches Beispiel

In den ersten beiden Teilen meiner Situationsanalyse hatte ich meine Pfarrgemeinde “St.Bartholomäus” in Mannheim-Sandhofen im Blick. Der dritte Teil stellte mich vor die Aufgabe, mein ehrenamtliches Praxisfeld zu beschreiben. Da nichts so interessant ist wie das Leben anderer Leute darf dieser Teil auch in die Öffentlichkeit ;-)

3.1. Situtationsbeschreibung

Im Frühjahr 2010 wurde ich nach einer Pause von einer Wahlperiode erneut in unseren Pfarrgemeinderat gewählt. Zuvor arbeitete ich 10 Jahre in diesem Gremium und vertrat die Gemeinde im Dekanatsrat Mannheim.

meilensteine-01Zu dieser Zeit waren meine beiden Söhne noch Kinder und deshalb galt mein Engagement der Familienarbeit und der Kommunionkathechese. Fünf aufeinander folgende Jahre bereitete ich Kinder auf die Erstkommunion vor. Während dieser Zeit gelang es mir, eine Familiengottesdienstgruppe mit 10 aktiven Mitarbeiterinnen ins Leben zu rufen, ebenso eine Musikgruppe, die unsere Gottesdienste musikalisch begleitete.

Über Jahre konnte das FaGoDi-Team (Familiengottesdienst-Team) jeden Monat einen Familien- oder Kindergottesdienst im Wechsel feiern. Danach trafen wir uns zum Frühschoppen im Gemeindehaus, der von den Gemeindemitgliedern gerne angenommen wurde.
Im Frühjahr und im Herbst veranstalteten wir nach dem Gottesdienst Gemeindewanderungen in der Pfalz, an der sich immer mehr als 60 Wanderlustige jeglichen Alters beteiligten. Bald kam der Wunsch nach mehr Gemeinschaft auf. Zusammen mit meinem Mann organisierte ich daraufhin zweitägige Fahrradtouren in die nähere Umgebung. Übernachtet haben wir  in Jugendherbergen.

Aus den Musikern, deren musikalischen Fähigkeiten am Anfang sehr unterschiedlich waren, entwickelte sich die Band „FaGoDi and friends“, die sich mit ihrem Können und Repertoire nicht verstecken muss. Von den FaGoDi-Mitgliedern organisatorisch unterstützt, gab die Band in den Jahren 2005 und 2007 in der Adventszeit zwei Konzerte in unserer Bartholomäuskirche. Beide Male konnte eine ansehnliche Summe an die „Mannheimer Straßenkinder“ übergeben werden. ABER …

dies alles war einmal …

Als ich mich für die Zeit des „Theologischen Kurses(2006-2009) aus der aktiven Gemeindearbeit zurückzog fingen die Aktivitäten an einzuschlafen. An diese aktive Zeit erinnern heute nur noch der Kinderkreuzweg und die Kinderkrippenfeier, die auf das Engagement einer einzelnen Person zurückzuführen sind.

einbahnstrasse-01Während der Zeit meiner theologischen Ausbildung habe ich mich immer mehr von meinem „alten“ Glauben verabschiedet. Ich spürte sehr deutlich, dass ich meinem „pastoralen Feld“ in der Gemeinde entwachsen war. Die Liturgie liebe ich noch immer. Aber ich benötige keine Verkehrsschilder oder sonstiges Legematerial mehr, um Gottesdienst feiern zu können. Mir genügt die frohe Botschaft. Damit meine ich die aus der Bibel und nicht die von Eugen Roth, Reinhard Mey oder sonst wem. Vielleicht ist das der Grund, weshalb die WeG-Gemeinschaft die einzige Gruppierung war, der ich während meiner “Auszeit” treu geblieben bin. Hier habe ich auch bei unserem dritten Glaubenskurs im vergangenem Jahr sehr gerne als Gesprächsleiterin mitgewirkt.

Fortsetzung folgt ….
Christa Schwemlein
:-D

Eintrag Nr. 4150 | Kategorie Eigene Gedanken zu..., In eigener Sache, Kirche | 2 Kommentare »




20. Juni 2010

Ein Lebenszeichen

Es gibt mich noch :-D

Noch immer arbeite ich an der Situationsanalyse meiner Pfarrgemeinde. Bestimmt sind Sie brennend an meinen Erkenntnissen interessiert. ;-)

Hier ein paar Auszüge:

Feststellen zu müssen, dass der letzte Visitationsbericht von 1991 datiert, war ernüchternd.

Aus den Statistiken entnehme ich, dass seit einigen Jahren alles rückläufig ist. Taufe, Firmung, Eheschließungen, Gottesdienstbesuche bis hin zu den Beerdigungen.

Taufen

2005 2006 2007 2008 2009 2010 bis dato
34 23 16 25 22 5

Es werden immer weniger Kinder getauft als der proportionale Anteil an Katholikinnen und Katholiken vermuten lässt. Die Ursache ist zum Teil darin begründet, dass Taufe keine Selbstverständlichkeit mehr ist. 

Wir werden sowohl mit einem Priester- als auch mit einem Gläubigenmangel konfrontiert. Der Glaube ist vielen Menschen abhanden gekommen. Die Gründe sind verschieden. Für viele ist das Gottesbild, mit dem sie groß geworden sind, nicht mehr glaubwürdig. Kirche und Gottesdienst empfinden viele als verstaubt und überholt und bestenfalls noch etwas für die Alten, wie die Zahlen bestätigen. Die neuesten Ereignisse innerhalb der Kirche tragen ebenfalls dazu bei, dass immer mehr Katholiken enttäuscht ihrer Kirche den Rücken kehren.

Gottesdienstbesuche

 

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2. Sonntag i. d. Fastenzeit

89

37 männlich

52 weiblich

136

39 männlich

97 weiblich

112

36 männlich

76 weiblich

71

22 Männer

71 Frauen

27 Kinder

155

36 Männer

81 Frauen

38 Kinder

94

23 Männer

55 Frauen

16 Kinder

 

Der visuelle Eindruck der diesjährigen Zählung lässt darauf schließen, dass der Großteil der Gottesdienstbesucher der Generation 60+ angehört.

Der Schwund der Gemeindemitglieder hat einen deutlichen Einfluss auf die zu erwartenden Kirchensteuermittel. Die Gemeinde “St. Bartholomäus” muss sich auf sinkende Einnahmen einstellen. Eine erste spürbare Folge ist die Kürzung der wöchentlichen Arbeitsstunden der beiden Pfarrsekretärinnen.

In der Leitung der meisten Gruppierungen fand in den letzten Jahren kein Generationswechsel mehr statt. Die Gründe sehe ich vor allem darin, dass es immer weniger Personen gibt, die Leitungsverantwortung übernehmen können und wollen. Dieser Trend ist in allen Gruppierungen, auch den weltlichen, festzustellen. Ein weiterer Grund ist in meinen Augen aber auch das Festhalten an lieb gewonnenen Ämtern, Posten und Pöstchen. Die große Gefahr, die mit dem Festhalten an eingefahrenen Strukturen einhergeht, trübt meines Erachtens den Blick auf Neues.

Große Sorgen hatte im letzten Jahr die kfd (Katholische Frauengemeinschaft). Die aktive Vorstandsvorsitzende musste nach 20 Jahren ihr Amt niederlegen. Grund hierfür waren die neuen Richtlinien der kfd. Die restlichen Vorstände traten ebenfalls zurück. Es war schwierig, Nachfolgerinnen für dieses seit Jahren gut eingespielte Team zu finden.

Der Kirchenchor ist überaltert und sucht vergeblich nach neuen Stimmen.

Das Familiengottesdienst-Team hat sich nach einer sehr aktiven Zeit nahezu vollständig aufgelöst. Einige engagierte Mitglieder sind weggezogen, andere haben mit der Erstkommunion ihrer eigenen Kinder das Amt niedergelegt. Von den restlichen Mitgliedern trauten es sich nur einige wenige zu, die Vorbereitung eines Gottesdienstes in eigener Verantwortung zu übernehmen. Es war nicht mehr möglich, diese Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. Die beliebten Gottesdienste mussten auf ein Minimum reduziert werden.

Die „St.Bartholomäusgemeinde“ ist eine traditionsbewusste und gesellige Gemeinde. Die noch immer gut besuchten weltlichen Veranstaltungen erinnern an ein reges Vereinsleben. Anders sieht es bei den Veranstaltungen mit religiösem Hintergrund aus. (Glaubenskurse, ökumenische Bibelwochen, Bibelgespräche). Derartige Angebote werden nur von wenigen Gemeindemitgliedern angenommen. Selbst die Einladungen der GBL-Gruppen (Glauben-Bibel- Leben teilen) zu einem kleinen Imbiss nach dem Gottesdienst stoßen auf wenig Interesse „Beten hat noch nie Scharen angezogen“, brachte es eine Teilnehmerin des letzten Glaubenskurs im Frühjahr 2009 auf den Punkt.

Mit der Errichtung der Seelsorgeeinheit am 1. Juni 2003 begann die Gemeinde sich zu verlaufen. Die Gelegeheit, in und nach dem Gottesdienst auf bekannte Gesichter zu treffen, ist gering. Oftmals ergaben sich nach dem Gottesdienst interessante Diskussionen und Verabredungen für den Sonntagnachmittag. Dies ist heute so gut wie nicht mehr gegeben. Wir feiern zwar Gottesdienst, jedoch immer seltener das Leben.

Der Weg zur „Einheit“ mit unserer Nachbargemeinde “Guter Hirte” ist mühsam und läuft nicht konfliktfrei ab. Der Blick auf 2015 mit einer weiteren Vergrößerung der Seelsorgeeinheit wirft viele Fragen auf und lässt die Emotionen in der Gemeinde hoch gehen.

Die einschneidenden Umstrukturierungsmaßnahmen und die jüngsten Ereignisse innerhalb der katholischen Kirche verkürzen in meinen Augen den Weg, wohin sich unsere Kirche in Deutschland derzeit befindet, nämlich in die Bedeutungslosigkeit.
Vielleicht liegt aber genau hier die viel gepriesene Chance, die jede Krise bergen soll. Wenn es uns gelingt, uns wieder auf das zu besinnen, was uns Christen ausmacht und wir die Botschaft Jesu wieder mehr ins Zentrum rücken, dann könnte uns dies nach dem „Sauerteigprinzip“ vor dem Aussterben retten. Die GBL-Gruppen bzw. die WeG-Gemeinschaft sehe ich als einen kleinen Hoffungsträger.

Christa Schwemlein

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27. Mai 2010

Wandel und Loslassen

Meine Interessen
bis 2003

wandel-01

Meine Interessen
ab 2003

wandel-02

Früher zählt’ ich Maschen,
heute zähl’ ich Byte.
Dies muss nicht überraschen,
ich gehe mit der Zeit.

***

Manchmal muss man einfach “Altes” loslassen damit der Wandel gelingen kann ;-)

Merken Sie was? Mir fällt wieder alles Mögliche und Unmögliche ein, um nur ja nicht an meiner Situationsanalyse weiterarbeiten zu müssen. Genau wie damals. :-(

Christa Schwemlein

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25. Mai 2010

Mercie beaucoup!

festival-daix-en-provence-2010Die Überraschung war groß, als ich heute Morgen an meinem Arbeitsplatz die Post öffnete. Ein Brief zusammen mit einer CD, direkt an mich adressiert. Ein kleines Dankeschön für die Weinempfehlung auf meinen ver-rueckten Seiten, die man leider erst jetzt entdeckt habe. Besser spät als nie, sag’ ich da nur ;-)

Während ich dies schreibe spielt Mozarts „Don Giovanni“ und ein kühles Gläschen „Rosé“ steht selbstverständlich neben mir. Die Musik ist wunderschön. Den Rest der CD und den des Weines werde ich allerdings, zusammen mit meinem Mann, gleich auf unserem Balkon genießen und mich schon mal auf das Festival einstimmen.

Zum Wohl und nochmals danke. Ich hab’ mich sehr gefreut
Christa Schwemlein :-)

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