7. Februar 2016

Gast sucht Rast – Bett in Leipzig gesucht!

Über Claudia Klingers Digital Diary wurde ich auf die Blogparade von Maria Al-Mana aufmerksam. Anhand eines umfangreichen Fragekataloges ging Maria der Frage nach, wie persönlich ein Blog sein darf oder sein sollte. Gerne hätte ich mitgeschrieben. Doch wie so oft, es blieb beim Willen. Dass ich heute auf diese Blogparade Bezug nehme, obwohl diese bereits abgelaufen ist, hat folgenden Grund.

Im Mai findet in Leipzig der 100. Katholikentag statt. Mehrere 10.000 Teilnehmer aus Deutschland und der ganzen Welt werden in der Zeit vom 25. – 29. Mai 2016 in der Messestadt erwartet. Mit der Kampagne „Gast sucht Rast“ werben die Veranstalter des Katholikentages um die Gastfreundschaft der Leipziger Bürger. Circa 4.000 Schlafplätze werden gesucht. Die Konfession spielt dabei keine Rolle. „Gastfreundschaft kennt keine Konfession“, so der Geschäftsführer des Katholikentages Dr. Martin Stauch.

Gast sucht Rast

Vor vier Jahren habe ich beim 98. Katholikentag in Mannheim selbst erleben dürfen, wie bereichernd es ist Gastgeberin zu sein. Es waren wertvolle Erfahrungen, die ich gesammelt habe. Deshalb nutze ich heute mein Blog, um auf die Bettensuche in Leipzig aufmerksam zu machen.

Vielleicht fragen Sie sich, was Maria’s Blogparade mit dem Leipziger Katholikentag zu tun hat. Nun, eine von Marias Fragen lautete: „Rechnet ihr?“. Diese Frage hätte ich, wenn ich bei der Parade mitgeschrieben hätte, mit einem klaren Nein beantwortet. Da die Beweggründe mein Blog zu starten keine kommerziellen waren und bis heute auch keine sind, interessiert es mich nicht wirklich woher die Besucher meines Blogs kommen oder wieviele es sind. Nachdem ich von der Aktion „Gast sucht Rast“ gelesen habe, habe ich mich mal näher mit meiner Blogstatistik beschäftigt und letztendlich doch ein bisschen gerechnet. Und siehe da, ver-rueckt.net verzeichnet tatsächlich einige Zugriffe aus Leipzig. Also, wer von meinen Leserinnen oder Lesern aus Leipzig und Umgebung ein freies Bett hat und dieses gerne zur Verfügung stellen möchte, kann sich gerne bei den Veranstaltern melden. Nähere Informationen gibt es auf der Webseite des Katholikentages oder unter der Telefon Nr. 0341 – 52 57 52 52.

Übrigens: Mein Bett in Leipzig ist seit einem Jahr fest gebucht. Ich freu’ mich schon jetzt auf die Gottesdienste, die Veranstaltungen, die Diskussionen und die vielfältigen Begegnungen an diesen Tagen. Soviel zur persönlichen Note meines Blogs. ;-)

Christa Schwemlein

Bildquelle: https://www.katholikentag.de/

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24. Januar 2016

Meine junge Kirche – der erste Geburtstag

Vor einem Jahr wurden in Mannheims Norden die Pfarreien St. Franziskus, Guter Hirte, St. Lioba, St. Bartholomäus, St. Elisabeth und St. Michael zusammengelegt und sind in der großen Seelsorgeeinheit Mannheim Nord aufgegangen. Was vor einem Jahr begann, haben wir am 10. Januar 2016, am Fest der Taufe des Herrn, in St. Lioba, dem östlichsten Zipfel der neuen Seelsorgeeinheit, gefeiert.

Kirche St. Lioba in der Seelsorgeeinheit Mannheim Nord

Der Pfarrgemeinderat hatte sich wegen der räumlichen Kapazitäten für diesen Ort entschieden. Das war, wie sich im Nachhinein heraus stellte, auch gut so. Die Kirche war proppenvoll und die bestuhlte Max-Schwall-Halle im Anschluss an den Festgottesdienst bis auf den letzten Platz besetzt. Mehr als 500 Menschen sollen es gewesen sein, die gemeinsam diesen denkwürdigen Tag gefeiert haben. Während die Band „Talitakum“ das bekannte Lied von Clemens Bittlinger „Wir wollen aufstehen, aufeinander zu gehen“ spielte, zogen aus allen Pfarreien zusammen mit Stadtdekan Karl Jung die Zelebranten, Kommunionhelfer, Lektoren und eine große Schar von Ministranten feierlich in die Kirche ein. „Diese Vielfalt: Wunderbar!“

Wunderbar war auch, dass Karl Jung trotz seiner jüngsten Krankheit wie geplant mit uns feiern konnte. Das Fest „Taufe des Herrn“ und die entsprechende Perikope nahm er zum Anlass für seine Festpredigt. An drei Gedanken ließ er uns teilhaben:

Kirche ist jung

Erstens, so sagte er: „Kirche ist jung“. Ich musste schmunzeln über diese Doppeldeutigkeit. Anscheinend ging es nicht nur mir so. Denn kaum war dieser Satz ausgesprochen, bekam ich einen leichten Schubs von rechts und ich schaute in das amüsierte Gesicht meines Banknachbarn. „Kirche darf nicht in Strukturen verkrusten, das meint, dass Kirche jung ist“, setzte der Dekan nach, gerade so, als hätte auch er dieses Wortspiel bemerkt. Liebgewonnenes aufzugeben, das sei nicht einfach, das wisse auch er. Als Christen seien wir aufgefordert, immer wieder neu aus der Dynamik der Taufe zu leben. Sie ist die Verheißung, dass Gott uns an der Hand nimmt und seinen Weg mit uns gehen will, fuhr er sinngemäß fort. Persönlich sei er dankbar miterleben zu dürfen, wie Kirche neue Wege geht. Dass dies nicht selbstverständlich ist, habe er vor Weihnachten nach seiner Operation erfahren.

Sein zweiter Gedanke bezog sich auf das außerordentliche Heilige Jahr, das Papst Franziskus der Barmherzigkeit widmet und damit eine der zentralen christlichen Tugenden ins Blickfeld rückt. Der Dekan zeigte Wege auf, wie der Geist der Barmherzigkeit Zeugnis vom Reich Gottes geben kann ohne dabei außer Acht zu lassen, dass ein Herz für Arme und Unglückliche auch immer einen barmherzigen Umgang mit sich selbst voraus setzt. Er erinnerte an die bekannte Bibelstelle: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“

Ein Strampler zum Geburtstag

Letztendlich überraschte er uns mit einem Geburtstagsgeschenk, einer türkisfarbenen Strampelhose.

Eine Strampelhose zum Geburtstag der Seelsorgeeinheit Mannheim Nord

Dafür erntete er viele Lacher. Ja Lacher, Sie haben richtig gelesen. Auch in meiner Kirche darf gelacht werden. Nachdem wieder Ruhe in dem vollbesetzten Gotteshaus eingekehrt war, setzte er seinen dritten Gedankengang fort. Der Strampler stehe symbolisch für die intensive Betreuung eines Babies. Er könne sich gut vorstellen, wie sehr unser Pfarrer und auch wir in der vergangenen Zeit zu strampeln hatten, wie wir uns immer wieder auf Neues einstellen mussten und wie ein Kind, das gerade laufen lernt, immer wieder hingefallen sind. Mit dem Wunsch nicht liegen zu bleiben, sondern immer wieder mutig aufzustehen endete die Festpredigt des Dekans, für die er viel Applaus bekam.

Um Einheit und Verschiedenheit zu symbolisieren wurden während der Feier sechs Kerzen, für jede Pfarrei eine, geweiht und angezündet. Dass im weiteren Verlauf des Gottesdienstes zwei der Kerzen erloschen und eine von den beiden sich nicht mehr entzünden ließ , stimmte mich bei aller Zuversicht nachdenklich.

Vor der Schlacht am bombastischen Buffet in der Max-Schwall Halle hörten wir noch einige Musikstücke. Angesichts der vorgerückten Stunde und unserer knurrenden Mägen fasste sich der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Andreas Baudisch, in seiner Rede kurz. Er dankte allen, die sich mit ihren Talenten ehrenamtlich in der Seelsorgeeinheit engagieren und wünschte für das Neue Jahr Glück, Gesundheit und Gottes Segen.

Zum Abschluss bedankte sich auch unser Pfarrer bei allen, die zu diesem Fest beigetragen haben. Sein besonderer Dank galt Dekan Karl Jung, der es sich trotz seiner angeschlagen Gesundheit nicht nehmen ließ, diesen ersten Geburtstag mit uns zu feiern. Das Geburtstagsgeschenk, den Strampler, wollte er, da er nicht recht etwas damit anzufangen weiß, allerdings nicht behalten.

Ein Strampler zum Geburtstag

Er übergab ihn Herrn Baudisch mit der Empfehlung, diesen künftig bei allen Sitzungen dabei zu haben. Ich musste lachen als ich mir die Strampelhose bei unseren nächsten Sitzungen in der gestalteten Mitte vorstellte.

Der Erste Geburtstag der Seelsorgeeinheit Mannheim Nord

Fazit:

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses erste Fest der neuen Seelsorgeeinheit, die aufgrund der pastoralen Notwendigkeit gegründet werden musste, rundherum gelungen war.

Christa Schwemlein

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14. Januar 2016

Christa’s Schinkenhörnchen

Das Fest der Seelsorgeeinheit ist Vergangenheit. Was bleibt ist die Erinnerung an ein rundherum gelungenes Fest, von dem hoffentlich auch bald irgendwo im Internet zu lesen ist. Das kalte Buffet war gigantisch und der Andrang, wie Marius Schmitt hier im Bild festgehalten hat, groß.

Buffet am Fest der Seelsorgeeinheit Mannheim Nord

Viele kreative Hände waren dafür am Werk und oft wurde nach dem einen oder anderen Rezept gefragt. So will ich hier mit meinen Schinkenhörnchen den Anfang machen:

Teig:

250 Gramm Frischkäse
250 Gramm Mehl
200 Gramm Butter oder Magarine
eine kräftige Prise Salz

Füllung:

ca. 100 Gramm kleine rohe Schinkenwürfel (es darf auch gekochter Schinken sein, je nach Geschmack)
geriebenen Käse (Emmentaler, Gouda oder beide Sorten gemischt)
eine Zwiebel sehr fein gehackt
etwas ganz fein geschnittenen Schnittlauch

Zum Bestreichen:

1-2 Eigelb

Zum Ausrollen:

Mehl und fein geriebenen Parmesankäse

***

Aus den Teigzutaten einen Knetteig herstellen. Wie das geht, wird wohl jedem klar sein. Wenn nicht, einfach hier bei mir nachfragen oder googeln. (Teig mindestens 1-2 Stunden kalt stellen. Den Teig portionsweise ausrollen und mit Hilfe einem umgedrehten Suppenteller einen Kreis ausschneiden. Diesen in vier Teile schneiden. Jedes Stück mit den oben genannten Zutaten füllen und vom breiten Rand zur Spitze hin aufrollen. Zu Hörnchen formen und sorgfältig mit Eigelb bepinseln. Die Hörnchen bei ca. 180 Grad (Ober-und Unterhitze) je nach Größe etwa 20-30 Minuten backen. (Die Portion ergibt je nach Größe des Tellers ca. 16-24 Hörnchen)

Dazu ein Glas gut gekühlten Sekt und …

Zum Wohl und guten Appetit!
Christa Schwemlein 

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9. Januar 2016

Im Dienste des Herrn

In Mannheims Norden wird gefeiert. Morgen wollen wir es so richtig krachen lassen. Gefeiert wird der erste Geburtstag der Seelsorgeeinheit Mannheim Nord, mit allem drum und dran: Festgottesdienst mit der Band Talitakum, Festreden und einem Empfang mit Fingerfood. Wir erwarten viele Gäste und deshalb haben wir getreu dem Motto, viele Hände ergeben ein rasches Ende, die Aufgaben verteilt. Meine Aufgabe war, etwas zum Buffet beizusteuern. Das Ergebnis sehen Sie hier:

Christa’s Schinkenhörnchen

Ein Versucherle?
Gerne doch. :-)

Im Dienste des Herrn - Ein Jahr Seelsrogeeinheit Mannheim Nord

Guten Appetit!

Im Dienste des Herrn - Guten Appetit

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5. Januar 2016

TT/MM/JJJJ

Gestern erhielten wir in der PC-Betreuung eine WhatsApp Nachricht mit folgendem Inhalt:

 „Das Neue Jahr fängt schon gut an. Wenn einer von Ihnen Zeit hätte, ich komme nicht ins Internet. Vielleicht können wir das Problem wieder über die Fernsteuerung lösen. Danke und lieben Gruß“

Ich griff zum Hörer, und wählte die Festnetznummer unserer Kundin. „Die von Ihnen gewählte Rufnummer ist zur Zeit nicht vergeben“, hörte ich. Meine Nachforschungen im Internet bezüglich Telefonstörungen der Telekom ließen mich annehmen, dass dies, da am 4.1.2016 großflächig Störungen gemeldet waren, ein Telekomproblem ist. Ich erreichte unsere Kundin am Handy und wir besprachen den Routerstatus. Dieser ergab aber keine Erkenntnisse und somit war ich mit meinem Latein am Ende. Ich versprach ihr, dass sich mein Mann, sobald er wieder zu Hause sei, bei ihr melden würde. Leider konnte auch er nicht helfen. Er empfahl ihr sich mit der Telekom in Verbindung zu setzen. Ein Mitarbeiter der Telekom machte sie auf ihre Kündigung aufmerksam. Diese wurde von der Telekom zum 4.1.2016 schriftlich bestätigt.

Wenn man nun weiß, dass unsere Kundin lange Zeit in den USA lebte, ist leicht verständlich, wie es zu diesem Internetproblem kam. Dort schreibt man nämlich: Monat/Tag/Jahr und nicht wie bei uns Tag/Monat/Jahr.

Mein Mann ist bekannt dafür, dass er computermäßig manchmal das Unmögliche möglich macht. Aber in diesem Fall waren ihm die Hände gebunden. Bis zur Freischaltung des neuen DSL-Anschlusses hilft jetzt ein Funkstick eines bekannten Discounters. :-)

Christa Schwemlein

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1. Januar 2016

Auf ein Neues!

Kaum hat es begonnen, so ist es auch wieder zu Ende. 2015 schickt sich an, sich zu verabschieden. Danach geht es mit Kalenderwoche eins wieder einmal von vorne los. Ein Jahresrückblick ist mir zu einem lieb gewonnenen Ritual geworden. Ich schaue zurück auf das, was sich in den letzten zwölf Monaten in meinem Leben ereignet hat, lasse es Revue passieren und halte es fest. Einiges auch hier im Blog. Das zurückliegende Jahr war bunt und wieder prall gefüllt. Es war, wie das Jahr zuvor, ein gutes Jahr.

Prosit 2015!

Nur eine Stunde von Mannheim entfernt, im Pfälzer Wald, begrüßte ich zusammen mit meinem Mann das Jahr 2015. Es war mein Wunsch Silvester einmal anders als gewohnt zu feiern. Die Pfalzwoche war sehr schön, doch habe ich unser langjähriges, vertrautes Silvesterritual vermisst. Heute Abend feiern wir in Mannheim, wie immer in gewohnter Runde und Umgebung. Mir tut’s gut hin und wieder neue Wege zu beschreiten. Selbst dann, um danach feststellen zu müssen, dass die alten Wege so schlecht nicht waren.

Kalimera, Griechenland!

Am 26. April landeten wir in Thessaloniki. Die griechische Hafenstadt war Ausgangspunkt einer umfassenden Studienreise. Athen, Delphi, Olympia und viele andere Stätten brachten uns zu den Wurzeln unserer Kultur. Wir besichtigten Museen und Ausgrabungsstätten, kraxelten hoch hinauf zu den spektakulären Meteoraklöstern, hörten von Göttern und Heiligen und folgten in Pella den Spuren von Alexander dem Großen.
Das Frühjahr war eine reizvolle Reisezeit. Das ganze Land war mit einem bunten Blütenteppich bedeckt. Die zahlreichen „Judasbäume“, auffallend durch ihre prachtvollen lila Blüten, werden mir in Erinnerung bleiben. Im heimischen Schwarzwald ließen wir die vielfältigen Eindrücke dieser Reise nachklingen.

Günaydin Istanbul!

Sollen wir oder sollen wir nicht? Obwohl ich mich so sehr auf die interkulturelle Begegnungsreise gefreut hatte, wäre ich nicht traurig gewesen, sie wäre abgesagt worden. Mulmig war mir zu Mute, als ich am frühen Morgen des zweiten November ins Flugzeug stieg. Doch kaum gelandet waren alle Befürchtungen und Ängste wie weggeblasen. Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich unsicher gefühlt. Was bleibt ist die Erinnerung an eine hochinteressante Stadt, in die ich mich vor Jahren verliebte und die ich unbedingt noch einmal sehen wollte. Die Begegnungen mit den Angehörigen verschiedener Religionen machten diese Woche zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Nein!

Die Entscheidung, das Amt der „Geistlichen Leitung“ für die kfd (katholische Frauengemeinschaft) auf Dekanatsebene nicht anzunehmen, fiel mir schwer. Durch die halbjährige Hospitation im Vorstand bekam ich einen Einblick in diese umfangreiche kfd-Arbeit. Mit einer Diözesanversammlung, einer Regionalversammlung und zwei Dekanatsversammlungen, wie mir das Amt beschrieben wurde, ist es, will ich dieses so ausüben, dass ich mit meiner Arbeit zufrieden bin, nicht getan. Mit Ehrenämtern habe ich es bisher immer so gehalten: Kommt ein neues Amt hinzu, muss ich mich von einem alten Amt trennen. Derzeit gibt es aber keines, von dem ich mich trennen will oder kann. Ergänzend kommt hinzu, dass ich bis zum Eintritt der Altersrente noch zweieinhalb Jahre berufstätig sein werde. Beruf war und ist für mich schon immer auch Berufung. Die Frage nach einem freiwilligen und vorzeitigen Aufhören stellt sich für mich, so lange ich gesund bin, nicht.

Redezeit!

Mit Loriots bekanntem Sketch „Berta das Ei ist hart“ eröffnete ich während eines kfd-Frauenfrühstückes meinen Vortrag „Ich höre was, das du nicht sagst“. Ich gehe also der kfd nicht verloren. :-) In einem kleinen humorigen Exkurs über die Grundlagen der Kommunikation ging ich zusammen mit etwa 60 interessierten Frauen der Frage nach „Warum kommen heute Sie und nicht der Pfarrer?“ Ein gelungener Vormittag an dessen Ende sich alle mit Friedemann Schulz von Thun einig waren: „Kommunikation ist mehr als zwei klappernde Gebisse.“

Weniger aber nicht minder interessierte Zuhörer hatten wir, mein Mann und ich, bei unserem Vortrag „Fluch oder Segen – die neuen Medien, Internet, Facebook & Co.“ Der Schwerpunkt unseres Vortrages lag auf „Social Media für die Kirche“. Das Bildungswerk der St. Bartholomäusgemeinde hatte dazu eingeladen. Ziel war, das Interesse meiner Gemeinde am Netz zu wecken und deutlich zu machen dass der Geist Jesu auch auf die digitalen Marktplätze der heutigen Zeit gehört.

Beide Veranstaltungen haben viel Spaß gemacht und ich freue mich auf 2016, wo ich wieder vor Publikum sprechen darf. Unsere Türkeireisen stießen auf großes Interesse und so werden die „Schwemleins“ mit ihren Zuhörern 2016 „Christliche Spuren in der Türkei“ entdecken.

Enttäuscht!

war ich über den Ausgang der Pfarrgemeinderatswahl. In letzter Minute hatte ich mich als einzige Frau von 8 Kandidaten zur Wahl gestellt. Sechs Stimmen haben zum Einzug in dieses Gremium gefehlt. Schade.

Die wahre Religion?

Im November sah ich wieder einmal „Nathan der Weise“. Obwohl das Stück mehr als 230 Jahr alt ist, ist es hochaktuell. Schnell war klar, das Herzstück von Lessings Aufklärungsdramas, die Ringparabel, zum Thema unseres diesjährigen Adventsfensters im Rahmen des „Lebendigen Adventskalenders“ zu machen. Alle Abende dieser ökumenischen Veranstaltung waren sehr gut besucht und fanden großen Anklang. „Schade, dass bald Weihnachten ist“, meinte eine Besucherin. „Es war so schön, sich jeden Tag auf etwas zu freuen“.
„Mir gefällt was Sie da machen“
meinte ein anderer Besucher. Es ist so anders als der übliche Vorweihnachtsrummel. Ich würde gerne im nächsten Jahr auch ein Fenster gestalten, meinen Sie das geht?“ „Gerne“, antwortete ich. „Darüber freuen wir uns sehr.“Hm“, druckste er und nahm mich beiseite. „Es gibt da ein Problem“. „Und das wäre“, fragte ich neugierig. „Ich bin aus der Kirche ausgetreten. Wissen Sie, mit Gott habe ich kein Problem aber mit der Institution.“

Fort- und Weiterbildungen

Grundsätzlich gilt: „Wer ein Problem hat, muss auch die Lösung finden.“ Der Einsatz von Metaphern und Geschichten ist aus dem alten Orient bekannt und bis heute eine wirksame Gesprächsform für eine gemeinsame Lösungssuche. Mit Geschichten kann man Ratsuchende zum Zuhören anregen, ohne Sie auf eine Lösung festzulegen. „Therapeutisches Erzählen“ war ein gewinnbringendes Wochenendseminar im Rahmen meines seelsorgerischen Ehrenamtes.

Weniger gewinnbringend war die „Sesamschulung für Fortgeschrittene“, zu der das Stadtdekanat Mannheim eingeladen hatte. Für diese Schulung hatte ich einen meiner wertvollen Urlaubstage geopfert. Zeit ist ein kostbares Gut. Wann immer ein Mensch seine Zeit mit uns verbringt, so schenkt er uns einen Teil seines Lebens, der für ihn nie wieder zurückkommen wird. Es hat mich geärgert, dass in dieser Schulung mehrheitlich blutige Anfänger saßen, obwohl das Seminar ausschließlich für Fortgeschrittene ausgeschrieben war. Meine Erwartungen, das umfangreiche Sesamprogramm für meine ehrenamtliche Webmastertätigkeit effektiver nutzen zu können, wurden nicht erfüllt.

Befriedigend allerdings war die Sesamschulung, die ich selbst gab. Vier Stunden haben wir konzentriert gearbeitet. Dieser Vormittag ist im Blog für die St. Bartholomäusgemeinde unter dem Artikel „Sesamschulung am Küchentisch“ nachzulesen.

Bloggen und Schreiben

Ab Mai ist es ruhig geworden hier im Blog. Ich war gerade dabei unsere zweite Studienreise in die Türkei zu Blog zu bringen. Doch dann überschlugen sich die politischen Ereignisse. Ein öffentlicher Reisebericht war mir ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Dafür sind die Eindrücke meiner fünf Türkeireisen in einem kleinen Buch mit einer Miniauflage festgehalten.

Mein Blogbeitrag „Abraham und Isaak, Bloggerbekenntnisse – 01“ war eine Auseinandersetzung mit dem nächtlichem „Zwiegespräch“ meines Blogkollegen Rolf Höge. Ein Blogpost für den ich mir gerne Zeit nahm und den ich mit Freude schrieb.

Schwemleins Blog, der PC-Treff um die Ecke, liegt ebenfalls brach. Einen Firmenblog benötigen wir nicht. Obwohl das nie so geplant war, erreichen wir unsere Kunden über ver-rueckt.net. Dieses Blog hat sich unbeabsichtigt zu einem Marketinginstrument für unsere kleine PC-Betreuung entwickelt. Mein Mann geht inzwischen in unterschiedlichen kirchlichen Einrichtungen ein und aus und hat dadurch mehr Kontakt zu Pfarrern und hauptamtlichen Mitarbeitern als ich.

So das war’s. Mehr gibt es in meinem privaten Tagebuch zu lesen. :-)

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2016. Jetzt noch ein tiefer Atemzug und dann ….

Prosit Neujahr!

Auf ein Neues!

Christa Schwemlein

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23. Dezember 2015

Frohe Weihnachten!

Auch wenn es hier ruhig geworden ist, so mag ich wenigstens zu Weihnachten ein paar Zeilen zu Blog bringen. Irgendwie erinnert mich das gerade an die “Pflicht” Weihnachtskarten schreiben zu müssen. Man hört das ganze Jahr nichts voneinander, doch einmal im Jahr muss es dann doch sein. :-)

Ich wünsche Ihnen ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest. Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen und Ihren Familien alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen.

Ihre
Christa Schwemlein

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18. Dezember 2015

Nur ein Link

Schön war’s und ein Dank alle,
die heute im Rahmen des “Lebendigen Adventskalenders” bei uns waren

Lebendiger Adventskalender in Mannheim-Sandhofen - 18. Dezember 2015

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