21. April 2009 von Christa

Rechnet sich das?

messestandEin klares NEIN, wenn ich unmittelbar am Tag nach unserer Gewerbeschau in Mannheim-Sandhofen den Nutzen dieser Veranstaltung in Euro bestimmen will. Ein klares JA, wenn ich an die vielen netten Begegnungen und interessanten Gespräche denke. Bunt und vielfältig war das Angebot. Die Stimmung war gut. An den Ständen herrschte reger Betrieb. Gerhard Engländer, Vorsitzender unseres Gewerbevereins war vollauf zufrieden.
Es hat einfach Spaß gemacht, mit dabei zu sein.  Ich denke, dass demnächst ausführlich in der Stadtteilzeitung, die mit einem eigenen Stand vertreten war, über dieses Ereignis zu lesen sein wird. Bestimmt auch im Lokalteil der Nordausgabe des “Mannheimer-Morgen”.

Eines muss ich jedoch los werden: Mittlerweile bewege ich mich ja mehr im Netz als in unserem Fitness-Center, was mir natürlich oft unter die Nase gerieben wird. Nun, ich kann damit leben. ;-)  

Auf meinen „Netzspaziergängen“ gewinne ich mitunter den Eindruck, ohne „Netz“ geht nichts mehr, steht unsere Wirtschaft still. Meine Auswertungen der Gespräche über das Internet waren allerdings ernüchternd und ähnelten denen vor zwei Jahren. Mit Blogmarketing Kunden erreichen, davon will man in Sandhofen und Umgebung immer noch nicht viel wissen. Nur wenige der Befragten wussten, was ein Blog ist und dass man mit diesem Medium mit seinen Kunden ins Gespräch kommen kann. Viele winkten ab, wenn ich sie darauf ansprach. Wozu ein Online-Dialog, wenn es eine Messe wie diese gibt, bekam ich lachend zur Antwort. :-) CEO-, Corporate-, Edu- und Kampagnen-Blog waren für viele Fremdworte. Ebenso Begriffe wie Feed, Backlink und Web 2.0 - das „Mitmach-Web“.

Sandhofen befindet sich zur Zeit im „Wer-kennt-wen“- Fieber. Daher ist diese Plattform relativ gut bekannt. Aber von XING hatten die wenigsten bislang etwas gehört, auch Geschäftsleute nicht. Aus Angst, man könne denken ich hätte etwas an der “Klatsche”, habe ich es dann auch sein lassen nach Twitter zu fragen. ;-)

“Was passiert, wenn ich meine URL in einem Kommentar hinterlasse?” Daraus schließe ich, dass auch die Bedeutung der Links als „Webwährung“ noch relativ unbekannt ist. Ich spürte die Berührungsängste, die viele  mit diesem Medium immer noch haben.
Einen auswärtigen Besucher, Inhaber einer Internetagentur, der sich sehr für unsere Dienste, noch mehr für unsere Preise interessierte, lud ich ein, einen Kommentar, einen kleinen Gruß zu schreiben. Was soll ich denn schreiben und wozu soll das gut sein? Das war kein Bluff, da bin ich mir ziemlich sicher. Soviel hierzu.

walter-mit-einem-messebesucherEs fanden aber auch Bloginteressierte an unseren Stand - wenn auch nur einige wenige. Ein Besucher fand Blog- und Onlinemarketing, speziell für seine Branche, eine gute Sache. Nur stellt sich für ihn dann eben auch die Frage: Rechnet sich das? Um es gut zu machen, müsse er mindestens eine Teilzeitkraft für diese Arbeit abstellen, stellte er nüchtern fest. Noch ist er nicht bereit, diesen Schritt, mit den damit verbundenen Kosten, zu wagen. Outsourcing kommt, wegen schlechter Erfahrungen, nicht in Frage.

Ein weiterer Besucher wollte wissen, wie seine „starre“ Seite lebendig werden kann.  Welche Möglichkeiten es gibt, damit  er seine Kunden über aktuelle Angebote auf seiner Website informieren kann? Der Begriff „Content-Management-System“ und was sich dahinter verbirgt war ihm fremd. Auch von Google AdWords und Partnerprogrammen hatte er noch nie etwas gehört. Das erstaunte mich, da er mit seinem Unternehmen schon viele Jahre im Netz präsent ist.
Ob er denn wisse von wo die Besucher seiner Website kommen? Wie und über welche Suchbegriffe diese seine Firma im Netz finden? Welche seiner Seiten am häufigsten aufgerufen werden? Die Augen und das Interesse wurden immer größer.  “Das interessiert mich jetzt aber. Haben Sie etwas Zeit für mich?”
Klar hatte ich die. *lach* Auf so ein Gespräch hatte ich doch nur gewartet. Anhand meiner ver-rueckten Seiten, an denen von Foto-Mechnig, Modehaus Engländer und meinem Statistik-Tool konnte ich mein bescheidenes, theoretisches Wissen endlich an den Mann bringen. Und wer mich kennt weiß, wie ich in diesem Gespräch aufgegangen bin. ;-)

Lange Rede kurzer Sinn: Nach dieser guten Stunde hatte sich für mich die Gewerbeschau Mannheim-Nord allemal gerechnet. Es gibt halt Dinge, die mit Geld nicht zu bezahlen sind. ;-)

Christa Schwemlein

Kleingedrucktes:
An den Messetagen konnte mein Mann 6 Termine mit neuen Kunden fest machen. Am Tag nach der Messe vier, heute drei weitere, wobei allerdings einer auf unsere Anzeige zurückzuführen ist. Eine Websiteanfrage haben wir nach Berlin weitergeleitet.  Für alle, die danach gefragt haben, ob und wie sich die Gewerbeschau finanziell für die PC-Betreuung rechnet, denen kann ich nur sagen: Das wird die Zeit zeigen. ;-) Auf jeden Fall sind wir mit dem Ergebnis in jeder Hinsicht mehr als zufrieden.

Mehr Gewerbeschau:
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2007 – Die PC-Betreuung Schwemlein erstmals auf dem Sandhofer Frühling.
2007 – Sodele, ver-rueckt.net geht pünktklich zur Gewerbeschau online!

 

Der Beitrag wurde am Dienstag, den 21. April 2009 um 23:20 Uhr veröffentlicht und wurde unter Glück, In eigener Sache, Nur so... abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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