10. Mai 2011 von Christa

Social Media in Mosbach – Aufklärung ;-)

„Was ist Social Media?“

“Social Media is what you make it!”, antwortete ich wie aus der Pistole geschossen. Jedoch so leise, dass niemand es hören konnte. Mein Mann neben mir konnte sich das Lachen nicht verkneifen. Hatte er doch den gleichen Gedanken wie ich.

„Social Media is what you make it!“, dieser saloppe Spruch einer meiner Dozenten an der Social Media Akademie ist, ähnlich wie ein Virus auf einer Festplatte, in unseren Köpfen fest gespeichert.

“Was ist eigentlich Social Media? Können Sie sich darunter etwas vorstellen?“, fragten die Referenten nochmals nach. Nach ein paar Schweigesekunden setzen sie sodann mit ihrer Aufklärungsarbeit fort.

Wir alle leben von Mundpropaganda. Wer seine Dienstleistung oder seine Produkte an den Mann bringen, wer verkaufen will muss auf sich aufmerksam machen. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Dies gilt für große und kleine Unternehmen gleichermaßen. Kleine Unternehmen verfügen oftmals nur über ein begrenztes Werbebudget und können nicht so aus dem Vollen schöpfen wir ihre großen Mitbewerber dies vielleicht tun. Welche Alternativen gibt es im „Neuzeitmarketing“, dem Web 2.0, für kleine Budgets? Gibt es überhaupt welche?

„Was ist eigentlich Web 2.0 und wo genau liegt der Unterschied zum Web 1.0?“ Diese Zwischenfrage kam aus der ersten Reihe und bestätigte mir wieder einmal wie sehr das Web 2.0 bei uns in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt. Ich denke, es wird noch viel Aufklärungsarbeit nötig sein bis es endlich da ist, wo die Webevangelisten es gerne sehen möchten.

Web 2.0 ist kein technischer Begriff, antwortete Karsten Maier und man kann es auch nirgendwo herunterladen. Es zeichnet sich durch das „Mitmachen“ aus und wird als interaktive Plattform genutzt; d.h. jeder Nutzer kann es mitgestalten. Das ist der wesentliche Unterschied zum Web 1.0, welches bisher nur als einseitiges Informationsportal diente.

Brauche ich Social Media?

Die Antwort war eindeutig: Der eine braucht es, der andere nicht. Na, so genau wollte ich es jetzt nun auch wieder nicht wissen. ;-)

Spaß beiseite. Wie bei allem kommt es auf die Zielsetzung an. Was will ich bezwecken und wo will ich hin? Blogs, Twitter, Facebook, XING und Co.- nicht alle Plattformen sind für jeden geeignet, um auf die eigenen Dienstleistungen oder Produkte aufmerksam zu machen. Es ist auch gar nicht nötig auf allen Hochzeiten zu tanzen. Wichtig jedoch ist, bereits im Vorfeld sorgfältig zu überlegen welche Kanäle man bespielen muss, um die Leute zu erreichen, die man erreichen möchte. Das Minimum ist auf jeden Fall eine professionelle Internetpräsenz. Da führt heutzutage kein Weg mehr dran vorbei.

Das Internet ist nicht mehr aus unserer Gesellschaft wegzudenken. Menschen, inzwischen sogar die „Alten“, die über 50jährigen, die sogenannten Silversurfer, suchen bei Google. Was sie dort nicht finden existiert nicht. Die mediale Kommunikation wandelt sich rasant. Was gestern noch die E-Mail oder der Newsletter war, ist heute Facebook und Twitter. Dies kann sich zwar schnell ändern aber wie es sich derzeit darstellt wird man geschäftlich an Facebook nicht vorbeikommen. Dieses Netzwerk ist wie ein Sog. Wäre Facebook ein Land, so wäre es aufgrund seiner derzeitigen Mitgliederzahl das drittgrößte.

Wo geschieht Social Media Marketing?

Online auf allen Plattformen, die einen Austausch von Informationen, Meinungen und Kontakten ermöglichen. Social Media geschieht ständig auch ohne die eigene Beteiligung. Menschen tun online nichts anderes als das, was sie offline schon immer taten, sie reden – wenn nicht mit, dann über einander. Die wichtigsten Plattformen im Netz sind Facebook, Twitter, Blogs, Youtube, Flickr, Xing und dessen großer Bruder Linkedin, je nach Zielsetzung.

Was kostet Social Media? Ist Social Media kostenlos?

In der Tat lässt sich online einiges kostenlos machen. Dennoch ist nicht alles kostenlos. Social Media hat mit Menschen und Beziehungen zu tun. Aufbau und Pflege von Beziehungen benötigen Zeit. Wenn Social Media also gut funktionieren soll, kostet dies Zeit. Zeit ist bekanntlich Geld. Und somit ist Social Media auch nicht kostenlos. Bevor man mit einem Social Media Engagement loslegt ist es auf jeden Fall empfehlenswert, sich über die erforderlichen Ressourcen Gedanken zu machen.

Ich könnte noch stundenlang weiter schreiben. Über Chancen und Risiken, Einsatzbereiche, Monitoring, wie „Freunde“ zu Umsatzbringern werden, wie man einen guten Berater findet und, und, und …
Aus Rücksicht auf meine Zielgruppe mache ich aber hier an dieser Stelle für heute Schluss. Meine Leserinnen und Leser stehen, wie aus den letzen Kommentaren zu entnehmen ist, noch ganz am Anfang, und ich mag sie, so gern ich Wissen teile, nicht damit erschlagen.

Wenn Sie mich jetzt fragen: „Brauche ich Social Media?“, dann kann ich Ihnen nur antworten: “Der eine braucht es, der andere nicht”.  ;-) Probieren Sie es aus! Zeigen Sie Profil!

Mit Profil zeigen meine ich auch, sich mal gegen die Masse stellen, seinem eigenen Können vertrauen und selbstbewusst  kommunizieren. Und wenn Sie nichts zu twittern wissen, wie mein Mann zum Beispiel, dann dürfen Sie auch ganz beherzt schweigen. Sie wissen ja jetzt: Social Media is what you make it! ;-)

… wie hier auf diesem Bild bei der Geschäftsneueröffnung unseres Kunden “Optik Wilde” sehr schön zu sehen ist. Gerhard Engländer, (rechts) Geschäftsführer des gleichnamigen Modehauses in Sandhofen, in einem Gespräch mit meinem Mann.

 social-media-bei-optik-wilde

Foto:
Angelika Engler
- freie Redakteurin -

Kleingedrucktes:
Wie bringe ich Kunden dazu, positiv über mich zu sprechen?
Ganz einfach, indem man gute Arbeit leistet. Ein dickes Dankeschön geht an die IHK und natürlich auch an die beiden Referenten Karsten Maier von Q ERGO New Business und Dieter Schrohe von pro-acct Consulting &Communication.
Weitere Beiträge von der Veranstaltung Social Media Marketing in Mosbach:
Vom Steinzeit – bis zum Neuzeitmarketing
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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 10. Mai 2011 um 20:37 Uhr veröffentlicht und wurde unter Nur so... abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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6 Reaktionen zu “Social Media in Mosbach – Aufklärung ;-)”

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  3. ingeborg fridrich

    Liebe Christa,
    dein Blick auf die Social Media Welt gefällt mir….beim Lesen empfinde ich Substanz und Verbindung und somit alles andere als Langeweile…..Danke!!!

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